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Robin Wright von "House of Cards": "Ihr zahlt jetzt, oder ich gehe an die Öffentlichkeit"

In House of Cards intrigiert sie sich Seite an Seite mit Frank Underwood an die Spitze der Vereinigten Staaten: Der Co-Star der Serie, Robin Wright, erzählte nun, wie sie für eine gerechte Gage kämpfen musste. Ihrer Serienfigur macht sie dabei alle Ehre.

Robin Wright

In der Serie "House of Cards" spielt sie die skrupellose First Lady: Nun hat Robin Wright erzählt, wie sie um ihre Gage kämpfen musste.

In der Netflix-Hitserie "House of Cards" spielt Robin Wright die knallharte First Lady an der Seite von Kevin Spacey. Doch offenbar fällt es ihr auch im echten Leben nicht schwer, mit der Faust auf den Tisch zu hauen - und für ihre Rechte zu kämpfen. Wie die US-Nachrichtenseite "Huffington Post" berichtet, hat die 50-jährige Schauspielerin bei einer Veranstaltung der Rockefeller-Stiftung erzählt, wie sie dafür kämpfen musste, das gleiche Gehalt wie ihr männlicher Co-Star Kevin Spacey zu erhalten.

Vor Journalisten und Aktivisten erklärte sie, wie sie ihre Gage bei der Serie neu verhandelte: "Ich schaute mir die Statistiken an und für eine Zeit war Claire Underwood beliebter als Frank. Also schlug ich daraus Profit. 'Ihr zahlt jetzt besser oder ich gehe an die Öffentlichkeit' - und das taten sie dann auch", so Wright. Doch ging es ihr dabei einfach nur um Gleichberechtigung: "Ich sagte, ich will das gleiche verdienen wie Kevin (Spacey)".

Bei House of Cards sind die Hauptrollen gleichgestellt

Für die 50-Jährige sei "House of Cards" ein perfektes Beispiel für das Problem mit ungleicher Bezahlung von Männern und Frauen: "Es gibt sehr wenige Filme oder TV-Serien, wo der Mann, der Patriarch, und die Matriarchin gleichgestellt sind. Und in 'House of Cards' sind sie das." Wright, die auch Produzentin der Serie ist und gelegentlich Regie führt, war eigentlich Teil der Veranstaltung, um die Werbetrommel für ihre Kampagne gegen die Ausbeutung natürlicher Ressourcen im Kongo zu rühren. Doch im Gespräch mit der Leiterin der Rockefeller-Stiftung entpuppte sie sich als starke Befürworterin für Lohngleichheit.

Für Wright habe sich vor allem der Fakt, dass sie Kinder großgezogen hat, negativ auf ihre Gehaltentwicklung ausgewirkt: "Weil ich nicht in Vollzeit arbeitete, konnte ich auch meine Gehaltsstufe nicht festigen. Wenn man dies nicht tut ... mit Nachdruck und Präsenz, bist du raus aus dem Spiel. Du wirst zum B-Listen-Schauspieler. Du hast kein Format für die Kinokasse mehr."

Wright ist nur eine von mehreren Hollywood-Größen, die sich unlängst gegen Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen ausgesprochen haben. Jennifer Lawrence und Emma Watson hatten das Problem im vergangenen Jahr ebenfalls öffentlich angesprochen. Auch Patricia Arquette hatte während ihrer Oscar-Rede 2015 gefordert, Frauen und Männer sollten in Hollywood dasselbe verdienen.


amt