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Jauch talkt außer der Reihe: Wulff-Rücktritt lockt keine Zuschauer am Abend

Während sich Günther Jauch auf der ARD duch den Fallout des Wulff-Rücktritts talkte, schalteten die Fernsehzuschauer lieber ins Zweite. Dort bewies Mainz wieder einmal, wie herrlich es singen und lachen kann.

Kaum zurückgetreten , schon sinkt das Interesse an Christian Wulff - zumindest, was die TV-Quoten angeht. Am Freitagabend zeigte König Karneval dem Ex-Präsidenten jedenfalls die lange Nase. Während die vierstündige Karnevalssendung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" mit 5,86 Millionen Gesamtzuschauern punktete (20,8 Prozent Marktanteil), konnte ein von der ARD eilig ins Programm geschobener Brennpunkt laut Quotenmeter.de nur insgesamt 2,94 Millionen Zuschauer erreichen.

Ein wenig besser sah es im Anschluss mit dem Spontan-Jauch zum Rücktritt aus. Eilig hatte der Talkmaster Gäste zusammengetrommelt, von denen der Großteil bereits in einer der zahllosen Jauch-Sendungen mit Wulff-Thematik zu Wort gekommen war. Drogerie-Unternehmer Dirk Rossmann - zuvor noch ein glühender Verteidiger des Niedersachen - befand den Rücktritt dann doch für richtig. Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, brüstete sich wieder einmal mit der Rolle seines Blattes bei der Aufklärung der Affären und Verfassungsrechtler Hans-Herbert von Arnim erklärte, warum der gegangene Präsident nun wirklich keinen Ehrensold verdiene.

Immerhin waren es dann doch noch 3,33 Millionen Zuschauer, die der Gesprächsrunde vor den Fernsehschirmen beiwohnten. Mit einem Marktanteil von 10,1 Prozent (6,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen) bleib das Zuschauerinteresse aber deutlich hinter den guten Werten vom Vor-und Nachmittag zurück.

jwi