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Schauspieler Bekannt aus "Derrick", "Traumschiff" und "Guldenburgs": Karl-Heinz Vosgerau ist tot

Karl-Heinz Vosgerau
Der Schauspieler Karl-Heinz Vosgerau ist im Alter von 93 Jahren gestorben.
© Stefan Hesse/ / Picture Alliance
Fast vier Jahrzehnte prägte er das deutsche Fernsehen und wirkte in fast allen wichtigen Serien mit. Im Alter von 93 Jahren ist Karl-Heinz Vosgerau gestorben.

Wer in den zurückliegenden Jahrzehnten in Deutschland fern gesehen hat, kam um ihn nicht herum: Karl-Heinz Vosgerau war seit 1970 praktisch Dauergast in Filmen und Serien. Kaum ein Format, in dem der 1927 in Kiel geborene Schauspieler nicht präsent war. Wie nun bekannt wurde, starb der Schauspieler bereits am 4. Januar dieses Jahres in Wolfenbüttel, wo er die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Das bestätigte seine Frau Sabine der "Bild"-Zeitung. Das Paar hatte sich 2001 bei einer Theatervorstellung in Wolfenbüttel kennengelernt. In der Stunde seines Todes war Vosgeraus Frau an seiner Seite. Er hinterlässt einen Sohn.

Karl-Heinz Vosgeraus Karriere war ungemein langlebig, dabei half dem groß gewachsenen Darsteller, dass er bis ins Alter ein attraktives Äußeres bewahrte. Bereits 1956 hatte er in dem Filmdrama "Das Dorf in der Heide" seine erste Rolle. Ab 1970 war er dann regelmäßig im Kino und TV zu sehen. Vosgerau drehte mit den renommiertesten Regisseuren seiner Zeit, darunter mit  Rainer Werner Fassbinder ("Welt am Draht", 1973) und Volker Schlöndorff ("Die verlorene Ehre der Katharina Blum", 1975). 

Karl-Heinz Vosgerau war ständig präsent

Einem breiten Publikum bekannt wurde er jedoch mit seinen zahlreichen Rollen in TV-Produktionen. Regelmäßig trat er in Krimis wie "Der Alte", "Derrick" oder "Ein Fall für Zwei" auf. In fast allen großen TV-Serien der 80er Jahre war er zu sehen, ob "Traumschiff", "Das Erbe der Guldenburgs", "Hotel Paradies" oder "Die Schwarzwaldklinik". Und Kindern ist sein Gesicht aus der Weihnachtsserie "Patrik Pacard" geläufig.

Zuletzt war er 2007 in einer Inga-Lindström-Verfilmung zu sehen - an der Seite von Heide Keller, der eine ähnlich erfolgreiche TV-Karriere gelang. Die erinnert sich in der "Bild" an ihren Kollegen: "Wer ihn gekannt hat, wird ihn nie vergessen."

Verwendete Quelle: "Bild"-Zeitung

che

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