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"Polizeiruf 110": Der Ripper von Rostock

Der neue "Polizeiruf 110" aus Rostock wird düster: Ein brutaler Serienmörder tötet junge Frauen. Die Ermittler haben zwar zwei Verdächtige, finden aber keinen Beweis.

"Polizeiruf 110" aus Rostock

Szene aus dem "Polizeiruf 110": Die Kommissare König (Anneke Kim Sarnau) und Bukow (Charly Hübner) suchen einen Serienmörder.

ARD
  • 4 von 5 Punkten
  • In dem "Polizeiruf 110" geht es um einen Serienkiller - düster und gut.

Worum geht's?

Vor 20 Jahren trieb ein Serienmörder in Rostock sein Unwesen, der nie gefasst werden konnte. Nach 20 Jahren werden zwei Frauenleichen gefunden, die nach gleichem Muster getötet wurden. Wo hat der Täter in der Zwischenzeit gesteckt - und warum schlägt er jetzt wieder zu? Die Rostocker "Polizeiruf"-Ermittler Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner) haben zwei Männer im Visier: den Unternehmer Frank Kern (Simon Schwarz) und den Taxifahrer Jan Hansen (Alexander Beyer).

Warum lohnt sich dieser "Polizeiruf 110"?

Die meisten Sonntagskrimis erzählen von relativ gewöhnlichen Verbrechen: Die Ursache für den Mord ist zumeist im privaten Umfeld des Opfers zu suchen. Nur selten gibt es einmal abgrundtief böse Täter, die aus einem dunklen Verlangen heraus handeln. "Dunkler Zwilling" ist anders: Damir Lukacevic (Buch und Regie) liefert ein perfektes Beispiel dafür ab, dass auch deutsche Filmemacher skandinavisch-düstere Krimis drehen können. Ihm ist ein verstörender Krimi gelungen, der es dennoch schafft, den Zuschauer am Ende mit einem einigermaßen positiven Gefühl zu entlassen.

Was stört?

Einige Szenen sind unnötig blutig geraten. Gerade weil es um Mädchen geht, hätte man einige Szenen etwas diskreter handhaben können. Aber das gehört wohl zu der skandinavischen Handschrift dazu, die "Dunkler Zwilling" trägt.

Die Kommissare?

Zwischen Bukow und König herrscht mal wieder Funkstille. Der Kommissar fühlt sich von seiner Kollegin verraten. Die gemeinsame Arbeit an dem Fall bringt die Ermittler einander wieder näher - und die Schlussszene nährt die Hoffnung, dass es für die beiden doch noch ein Happy End geben könnte.

Ein- oder ausschalten?

Draußen ist es düster, dieser Film ist es auch. Wer das aushält, sollte unbedingt einschalten.