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"Let's Dance": Bei Ekaterinas Dauer-Heulkrampf dreht das Netz durch

Let's Dance war ja eigentlich ganz lustig - zumindest für die Zuschauer. Promis und Profitänzer jedoch heulten sich durch die Sendung. Ekaterina Leonova hörte gar nicht mehr auf zu schluchzen. Das Netz überschlug sich mit Spekulationen.

Von Marie von den Benken

Let's Dance mit vielen Tränen: Profitänzerin Ekaterina Leonova heulte sich an der Schulter von Julius Brink aus.

Let's Dance mit vielen Tränen: Profitänzerin Ekaterina Leonova heulte sich an der Schulter von Julius Brink aus. Brink war dieses Mal auch derjenige, der die Show verlassen musste.


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Diese Woche brechen alle Dämme. Die fünf verbliebenen Paare treten zur inoffiziellen Heul-Olympiade an. Tatsächlich fließen in Köln-Ossendorf an diesem Freitagabend mehr Tränen, als in der SPD-Bundestagsfraktion beim Betrachten aktueller Umfragewerte. Und das nicht mal wegen Sylvies Kleid. Moderatorin Sylvie Meis trägt nämlich ein Küken-Kostüm in (Achtung!) Meisfarben.

Und das Kleid ist nicht alles, was heute indisponiert scheint. Bekäme ich für jedes Mal, wenn Sylvie "Punkten" anstatt "Punkte" sagt, einen Euro, könnte ich morgen RTL kaufen. Dann würde ich Katja Burkhard jeden Tag bei "Punkt 12" zwei Stunden lang "Fischers Fritze fischt frische Fische" aufsagen lassen. Deutsch ist allerdings auch eine der schwierigsten Sprachen. Vor allem für Holländer. Dabei kommt dann eben, wie bei Sylvie, zumeist ein lustiges Wortwirrwarr raus. Der Fachbegriff dafür lautet übrigens: Goudawelsch.

Wie wäre es mit Yoda bei Let's Dance?

Was sauberes Hochdeutsch angeht, fühlt sich Moderator Daniel Hartwich zwischen ihr, den Juroren Jorge González, Motsi Mabuse und den Profitänzern vermutlich manchmal wie Lionel Messi beim Training vom VfB Stuttgart. Da das Konzept eigentümlicher Ausdrucksweisen für diese familienfreundliche Tanzshow allerdings aufzugehen scheint, wird Juror Joachim Llambi vermutlich in der nächsten Staffel auch noch durch Yoda ersetzt.

Auf der Tanzfläche hat jedes Paar dann zweimal die Chance, Jury und Zuschauer für sich zu gewinnen. Zunächst mit dem regulären Tanz, danach durch die "Fusion", bei der sie zwei unterschiedliche Tanzstile kombinieren müssen.

Die Paartänze

 1. Victoria Swarovski. In ihrem blauen "Jeannie In A Bottle"-Outfit tanzt sie einen Quickstep zu "Walk Like An Egyptian" und legt die Latte erst mal auf 30 Punkte. Damit sind nach 10 Minuten Sendung schon knapp drei Mal so viele Punkte vergeben, wie Deutschland beim ESC erhalten hat.

2. Julius Brink und seine Ekaterina, die dieses Mal überraschend wenig Haut zeigt, streichen für ihren Wiener Walzer 24 Punkte und ein völlig konträres Juryurteil ein. Jorge findet ihren Tanz "Emmohssion purrr", während Llambi "zu wenig Gefühl" gesehen hat. Motsi ist zu Tränen gerührt. Sylvie kommt schon gar nicht mehr mit und flüchtet in ein "Jorge hat dich gelobt um deine männlicher Elerganz".

3. Sarah Lombardi tanzt den am schlechtesten bewerteten Tanz der ersten Runde. Nach zwei mal 30 und 27 Punkten in den vergangenen drei Wochen fühlt sie sich mit ihren 20 Punkten heute vermutlich ein wenig wie der neue Ulli Potofski. Von Heulkrämpfen geschüttelt, liegt sie Sylvie in den Armen.

4. Eric Stehfest macht die 19 Punkte aus seinem Vorwochentief wieder gut und fährt mit dem Paso Doble 25 Punkte ein. Motsi spürt eine Energie, wie noch nie bei "Let´s Dance". Total euphorisiert haut Eric spontan seine "Let´s Dance"-Gage auf den Kopf und eröffnet die Optiker-Kette "Eric Sehtest".

5. Jana Pallaske und Massimo Sinató machen es heute ohne Gummi. Also, Haargummi. Mein 5-jähriger Cousin hätte Massimo ob seiner wallenden Haarpracht in seiner Hamburger Kindergarten-Coolness vermutlich "Frisur-Otto" genannt. Im Tarzan-und-Jane-Outfit holen die beiden an Janas Geburtstag 28 Punkte. Ausgerechnet Joachim Llambi, wie immer mit Markus Merk Gedächtnis-Haarschnitt, macht sich ebenfalls über die Frisur von Massimo lustig.

Die "Fusion"-Tänze:

1. Victoria Swarovski. Seit Wochen tanzt sie mit gebrochener Rippe. Weltmeister Mario Götze, über den man sagt, dass nicht mal Filialleiter der Münchner Stadtsparkassen so viel Zeit auf der Bank verbringen wie er, sollte sich von ihr eine Scheibe abschneiden. Derselben Verletzung wegen verzichtet Götze auf das Pokalfinale und womöglich auch die EM. Das gibt angemessene 0 Punkte für die Pummelfee, wie der Ex-Dortmunder liebevoll von der Südtribüne genannt wird, und erneute 30 Punkte für Victoria. 60 Punkte in einer Sendung. Das ist wie ein 6:0 6:0 6:0 gegen Roger Federer. Betrunken. Ohne Schläger. Mit Helena Fürst als Trainerin. Oder wie Llambi sagt: "Ich habe ein Problem. Ich darf nicht mehr als 10 Punkte geben."

2. Julius Brink. Schon vor dem Tanz heult Profitänzerin Ekaterina. Dann heult sie während des Mashups aus Rumba und Jive, bei der Kritik der Jury und vor der Punktevergabe. Ganz die Journalistin, versucht Sylvie Meis, ihr den Grund für ihre Tränen zu entlocken. Julius wirft sich heldenhaft vor E-Cat und erspart ihr, weitere Auskünfte geben zu müssen. Wohlerzogen ist er ja, der Herr Brink. Das gibt 26 Punkte. Den Rest des Abends klammert sie sich, sichtlich aufgewühlt, an ihn. Das Netz dreht kurz durch und spekuliert auf eine Affäre der beiden und sogar auf eine Schwangerschaft. Ich vermute eher, dass E-Cat das Ende ihrer gemeinsamen Zeit für dieses Jahr so langsam kommen sah und nach vielen gemeinsamen Wochen harten Trainings ein wenig von ihren Emotionen übermannt wurde.

3. Sarah Lombardi. Ihre Mischung aus Wiener Walzer und Contemporary bringt ihr Standing Ovations im Saal und 23 Punkte.

4. Eric Stehfest. Beim Mix aus Contemporary und Jive entdeckt Llambi Taktfehler. Jorge und Motsi sehen das entspannter. Eine Motsi-"Gänsehaut püüür" und 25 Punkte später ist sein Arbeitstag dann vorbei.

5. Jana Pallaske. Bei Emo-Jana hat man immer das Gefühl, sie legt sich gleich ein paar Kristalle auf die Brüste und fliegt durch den Raum. Sie zaubert fehlerfrei eine hochemotionale Fusion aus Tango und Rumba aufs Parkett und kassiert 30 Punkte. Auch bei ihr kullern die Tränen. Als kurzes Statement an die Klatschpresse fällt Massimos Ehefrau Rebecca Mir der Tanzpartnerin ihres Mannes am Bühnenrand euphorisch in die Arme.

Es ist vorbei, bye, bye Juliomond

Wie mir neulich auch schon Bachelor Paul Janke, der "Let´s Dance" -Halbfinalist 2013, erklärt hat, haben Kandidaten keinen Einfluss darauf, welcher Tanzstil ihnen für die Shows zugeordnet wird. Der spektakuläre Contemporary bescherte den Kandidaten bisher immer Höchstpunktzahlen. Julius hat da Pech. Er war zehn Wochen dabei, bekam aber nie den Contemporary. Hätten er und E-Cat diesen Tanz an diesem Abend bringen dürfen, wäre das Urteil womöglich anders ausgefallen. Aber das ist Spekulation.

Keine Spekulation ist: Julius Brink hat in der Kombination von Jurypunkten und Publikumsgunst die niedrigste Bewertung und fliegt raus. Nächste Woche ist Halbfinale. Ich bin schon gespannt, ob Jana, Victoria, Eric oder Sarah kurz vor dem Finale gehen müssen.

Bis dahin: See you on the Dancefloor,

Eure Marie 

Vorbildlicher Neunjähriger: Chinesische Samba: Tanzen bis die Pfunde purzeln