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ZDF-Talkshow: "Maybrit Illner" ohne Maybrit Illner - darum fehlte die Moderatorin

Zuschauern von "Maybrit Illner" bot sich am Donnerstagabend ein ungewohntes Bild: Anstelle der Moderatorin leitete Matthias Fornoff die Sendung. Der Grund ist traurig.

Maybrit Illner

Maybrit Illner konnte wegen eines Trauerfalls am Donnerstag nicht moderieren.

DPA

Der Schriftzug " " war eingeblendet, doch die Person, die am Donnerstagabend das Publikum begrüßte und das Gespräch in den folgenden 60 Minuten moderierte, war eine andere. Es war der ZDF-Journalist Matthias Fornoff. Bevor es zu größerer Verwirrung kam, klärte der die Zuschauer in knappen Worten auf: "Maybrit lllner hat leider einen Trauerfall in der Familie. Deshalb führe ich Sie heute durch die Sendung", sagte der 54-Jährige. 

Dann leitete er über zum Thema der Sendung. Das war hochaktuell und brisant: "Merkel kämpft um ihre Macht - letzte Hoffnung Europa?" lautete der Titel, gleich mehrere Spitzenpolitiker waren ins ZDF-Studio gekommen. Darunter die österreichische Außenministerin Karin Kneissl, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sowie Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Und es gab ein Wiedersehen mit Martin Schulz, dem zuletzt etwas abgetauchten Ex-Kanzlerkandidaten der SPD.

Maybrit Illner wurde gut vertreten

Zusammen mit dem Asylrechtsexperten Constantin Hruschka und der deutsch-italienischen Journalistin Tonia Mastrobuoni lieferten sie eine spannende Diskussion über ein Thema, das derzeit alles andere zu überlagern scheint: den Asylstreit innerhalb der Union. Matthias Fornoff machte seinen Vertretungsjob sehr gut und führte unaufgeregt durch die Sendung.

Das Fehlen der Moderatorin wirkte sich nicht negativ auf die Einschaltquote aus. Im Gegenteil: 3,17 Millionen Zuschauer verfolgten den Talk. Das entsprach einem Marktanteil von 16,5 Prozent - so gute Werte hatte die Sendung seit drei Jahren nicht mehr. Das dürfte allerdings nicht am Fehlen Illners oder an den Moderationskünsten gelegen haben, sondern an der Fußball-WM. Zuvor lief die hochklassige Vorrunden-Partie zwischen Kroatien und Argentinien, 10,90 Millionen Zuschauer sahen das Spiel. Damit sahen die vorangegangene Sendung etwa doppelt so viele Zuschauer wie gewöhnlich an einem Donnerstagabend.

che
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo