HOME

Monty Python feiern Comeback: Wir fallen ein letztes Mal auf die Knie

Sie klamaukten, veralberten, und manchmal wussten sie selbst nicht, was sie gerade taten: Die grandiose Komikergruppe Monty Python tritt noch einmal für zehn Shows zusammen auf. Eine Hommage.

Von Michael Streck, London

Am Ende ist vielleicht doch alles eine Frage des Geschmacks. Und des Alters. Geschmack ist nun geschmäcklerisch, nichts zu machen. Und mit dem Alter ist das so: Je älter man wird, desto mehr mag man noch ältere Säcke, die schon einigermaßen alt waren, als man selbst noch einigermaßen jung war und sie damals vorbehaltlos bewunderte. Damals waren die 70er, die Pythons waren in ihren 30ern, und ich war auf dem Sprung von der Kindheit in die Pubertät.

Im deutschen Fernsehen liefen Carrell und Kulenkampff und Frankenfeld und Hallervorden, bis auf einen alle selig. Über die schmunzelten maximal die Eltern, falls überhaupt. Es ging so staubig zu im deutschen Fernsehen, verklemmt, furchtbar spießbürgerlich. Und dann kamen die Pythons dahergeflogen - Michael Palin, Eric Idle, John Cleese, Terry Gilliam, Graham Chapman und Terry Jones. Ein paar Mal, recht selten, durften auch Frauen mitmachen; sie spielten aber keine große Rolle und tauchen deshalb in dieser Geschichte auch nicht auf. Frauen spielten die Pythons meistens auch noch nebenbei. Konnten eben alles.

Sie waren erfrischend verstörend. Völlig anders als alles, was man von zu Hause kannte. Der Witzegott der Kindheit: ein Friese aus Emden, dessen beste Gags und Gedichte der große Robert Gernhardt schrieb.

Manchmal wussten sie selbst nicht, was sie taten

Die Pythons schrieben alles selbst, sie klamaukten, sie veralberten, und manchmal wussten sie selbst nicht, was sie gerade taten. Sie machten Witze über die Middle Class, sie machten sich über Frauen lustig und Politiker und das Militär. Sie ließen griechische gegen deutsche Philosophen Fußball spielen, einer hieß Beckenbauer. Schafe flogen durch die Luft, irgendwo stand meistens ein Panzer. John Cleese erfand den sinnfreien "silly walk". Ein Papagei wurde wie ein Hammer auf den Tresen geklopft, Bekloppte traten bei Olympia an. Und manchmal ertappe ich mich bei dem politisch unkorrekten Gedankenspiel, was die Pythons wohl aus den Paralympics gemacht hätten.

Von all dem kapierten wir damals maximal die Hälfte, aber das reichte schon, um morgens ganze Unterrichtsstunden mit den frischen Idiotien zu überstehen. Sie machten ein Programm für "Menschen mit Schlafstörungen, Intellektuelle und arbeitslose Einbrecher", sagte Michael Palin. Den Deutschen hielt Loriot mit feiner Ironie den Spiegel hin, die Briten kriegten die volle Breitseite von Monty Python. Witze über die Upper Class konnte jeder. Witze über den Mittelstand nicht.

Es folgten noch ein paar Filme, famoser, blasphemischer, politischer inkorrekter und irre schlauer Unsinn. Klassiker, unerreicht. "Das Leben des Brian", "Ritter der Kokosnuss", "Der Sinn des Lebens". An guten Abenden kriegten wir "Life of Brian" in der richtigen Besetzung komplett auswendig hin.

Und dann, Anfang der 80er Jahre, war Schluss mit lustig, der Zirkus landete. Furchtbar.

Zehn Abende, ausverkauft in 43 Sekunden

Beatles-Fans müssen so gefühlt haben, als die Band auseinanderbrach. Die Pythons machten jeder für sich Karriere. Jeder. Für. Sich. Versammelten sich noch einmal 1989 bei der Trauerfeier von Chapman, bei der Cleese eine wahnsinnige Rede hielt und endlich das verbotene Wörtchen "Fuck" ins Fernsehen schmuggelte. Jahre später noch ein letzter gemeinsamer Auftritt in Aspen, mit Chapmans Urne. Kein Friede seiner Asche.
Das war's.

Jetzt also das Comeback in London, O2-Arena, zehn Abende, ausverkauft in 43 Sekunden. Kinos weltweit übertragen den letzten Gig. Und nun, kurz davor, betreten die Nörgler die Bühne. Es musste ja so kommen. Jeremy Clarkson, das Gesicht der urkomischen BBC-Autosendung "Top Gear", hat gerade in einem - zugegeben lustigen - Beitrag für den "Daily Telegraph" ausgeholt über das Wesen der Komik im Allgemeinen und Monty Python im Besonderen. Comedy wurde und werde ausschließlich von Männern aufgeführt, deren Aussehen und Achselgeruch verhinderten, dass sie gute Frauen ins Bett kriegten. Die einzige Möglichkeit für diese bedauernswerten Kreaturen, Damen an die Wäsche zu gehen, sei ihr Witz.

Gegen diese Diagnose wäre noch nichts zu sagen. Wohl aber gegen Teil zwei seiner Suada. Dass die Pythons nämlich nur ein muffiger Abklatsch ihrer selbst sein werden, eine Ansammlung prä-seniler Altstars, die schlimmstenfalls auf der Bühne ihre Gags vergessen werden.

Auch das kann ja sein. Aber, und darum geht's doch: Wäre das nicht lustig?

Es geht ihnen ums Geld? So what!

Und dann sind da noch die üblichen Nörgler mit den üblichen Nörgeleien. Der Reihe nach:
Geht es denen nicht nur ums Geld?
Na klar! Es geht ihnen nur ums Geld, und daraus macht auch keiner von ihnen ein Geheimnis. John Cleese hat ein paar Mal aufwendig geheiratet, und hat sich ein paar mal mindestens so aufwendig scheiden lassen. Kollege Palin hat Verständnis für den klammen John: "Ich habe ihn jetzt 14 Tage nicht gesehen. Vielleicht hat er in der Zwischenzeit wieder geheiratet." Einer aus der Truppe muss eine Hypothek für eine teure Wohnung abbezahlen, und Eric Idle hat sich mit den Rechten für ein Musical offenbar übernommen. Also, ja: Es geht ihnen ums Geld. Und? So what!

Waren sie überhaupt jemals lustig?
Kein Witz! Auch das wurde im britischen Radio erörtert. Allen Ernstes.

Nächste Frage. Will noch jemand alte Männer sehen?
Aber sicher. Alte Männer zum Beispiel. Oder solche, die jetzt deutlich älter sind als die Pythons in der Blüte ihrer Schaffenskraft waren. Natürlich sind die Pythons nunmehr alte Herren, alle über 70. Sie brauchen bei den Proben länger, um in die Kostüme zu kommen. Und Cleese kriegt seinen "silly walk" nicht mehr hin. Seine Knie machen das nicht mit. Egal. Die Nörgler bleiben zu Haus. Und wir fallen auf die Knie.
Ein letztes Mal.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?