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"Neo Magazin Royale": Ralf Kabelka hört auf - Jan Böhmermann verliert seinen Sidekick

Er war mehrere Jahre der Sidekick von Jan Böhmermann. Doch heimlich, still und leise hat Ralf Kabelka das "Neo Magazin Royale" verlassen. Auf eigenen Wunsch, wie er sagt.

Ralf Kabelka

Ralf Kabelka ist nicht länger der Sidekick von Jan Böhmermann.

ZDF

Bereits vor zwei Wochen ist Jan Böhmermann mit seinem "Neo Magazin Royale" aus der Sommerpause zurückgekehrt. Zwei Folgen lang schien allerdings niemand bemerkt zu haben, dass einer fehlt: Sidekick Ralf Kabelka tauchte nicht mehr auf. Üblicherweise hatte er sein Stehpult vor dem Publikum aufgebaut und griff von dort aus mit kurzen Bemerkungen immer wieder in die Sendung ein. Doch zuletzt wurden seine Beiträge immer seltener, der Satiriker war kaum noch wahrnehmbar.

Wie wenig relevant sein Beitrag für die Satiresendung war, ist auch daran zu erkennen, dass ihn zunächst niemand so recht vermisst hat. Es war der Branchendienst "Quotenmeter", der am Dienstag den Ausstieg des 54-Jährigen vermeldete. Kabelka sei nicht mehr Teil des Teams, weder vor noch hinter der Kamera, bestätigte das ZDF. Wie das Medienmagazin "DWDL" ergänzend berichtet, verlässt Kabelka das "Neo Magazin Royale" auf eigenen Wunsch. Er wolle sich künftig wieder ganz der "heute-show" widmen.

Langjährige Partnerschaft zwischen Jan Böhmermann und Ralf Kabelka

Damit endet eine langjährige berufliche Partnerschaft zwischen Jan Böhmermann und Ralf Kabelka. Begonnen hatte sie 2009 bei dem Großmeister der Late Night Show, Harald Schmidt. Dort gehörten beide dem Team an. Insbesondere Kabelka fiel damals auf, er verkörperte den fiktiven CDU-Politiker Dr. Udo Brömme, der mit Slogans wie "Zukunft ist gut für alle" den Politbetrieb karikierte. 

Kabelka war auch Redaktionsleiter der Sendung und damals dem noch jungen Böhmermann übergestellt. Beim "Neo Magazin Royale" hatte sich das Verhältnis gedreht. Während der 38-jährige Bremer der unumschränkte Chef der Sendung war, musste sich der 16 Jahre ältere Ostwestfale mit einer Nebenrolle begnügen.

Versuche, Kabelka mehr in die Sendung einzubinden, gab es einige. Die wenigsten zündeten. Zuletzt trat er nur noch in der albernen Reihe "TKKabelka" auf. Darin verulkte der Komiker die Hörspielreihe "TKKG". Das wird dem ehrgeizigen Comedian, der den Spitznamen "Klöten-Ralle" trug, zu wenig gewesen sein. Bei der "heute-show" dürfte er künftig mehr TV-Präsenz bekommen.

Quellen: "Quotenmeter.de", "DWDL"

che