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stern exklusiv ARD verschiebt wegen Paris-Terror "Tatort" mit Til Schweiger und Helene Fischer


Die ARD stoppt die geplante Ausstrahlung einer "Tatort"-Doppelfolge mit Til Schweiger. Pikanter Hintergrund: Im zweiten Teil gibt es eine Szene, die starke Parallelen zu den Terroranschlägen von Paris hat. Schweiger selbst wollte die Absage verhindern.

Die "Tatort"-Doppelfolge "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" sollte das große Comeback von Til Schweiger als Hamburger Ermittler Nick Tschiller werden. Der NDR hatte dafür sogar Deutschlands erfolgreichste Sängerin Helene Fischer für eine Gastrolle gewonnen, die als russische Killerin und Ex-Prostituierte überrascht. 

Doch die für den 22. und 29. November geplante TV-Premiere fällt aus. Auch die für Mittwochabend geplante Erstvorführung in einem Hamburger Kino soll abgesagt werden. Das hat die ARD in einer Sitzung am Vormittag beschlossen. Die kurzfristige Programmänderung ist eine Reaktion auf die Anschläge von Paris.

Der Grund ist eine Szene im zweiten Teil "Fegefeuer". Darin sind starke Parallelen zu der Gewalt in Frankreich zu erkennen. Die ARD entschied deshalb, statt Til Schweiger die "Tatort"-Kommissare Maria Furtwängler und Axel Milberg am 22. und 29. November ins Programm zu heben. Die Ausstrahlung der Schweiger-"Tatorte" soll im Januar nachgeholt werden.

Til Schweiger selbst zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung der ARD. Er habe dafür gekämpft, dass die Ausstrahlung wie geplant stattfände. Dem stern sagte er: "Die Terror-Anschläge in Paris haben mich unglaublich wütend, traurig und fassungslos gemacht. Ich finde aber, wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, wie wir leben sollen, uns nicht unsere Freiheit rauben lassen, und dazu gehört auch die, was wir im Fernsehen zeigen."

Große Pläne mit Til Schweiger

Der Sender hat große Pläne mit Schweiger. Im Februar startet der neun Millionen Euro teure "Tatort"-Kinofilm "Out Of Duty" mit Til Schweiger. 30 Jahre nach Götz George, der als Horst  Schimanski in den Achtziger Jahren mit Kinofilmen wie "Zahn um Zahn" und "Zabou" große Erfolge feierte, soll die TV-Marke Tatort jetzt wieder beweisen, dass sie kinotauglich ist. Gedreht wurde dafür in Istanbul und Moskau.

Hannes Roß

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