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ARD-Krimi geht in die Sommerpause: Das waren die Tops und Flops der "Tatort"-Saison

Sommerpause für den "Tatort": Die Folge aus Berlin war der letzte neue Fall bis Ende August. Zeit für einen Rückblick auf die Saison. Welche Krimis kamen gut an, welche nicht?

Tatort

Die Münsteraner kamen auch diese Saison beim Publikum gut an, der neue Freiburger "Tatort" mit Heike Makatsch eher weniger.

Mit 8,10 Millionen Zuschauern verabschiedete sich der "Tatort" am Sonntagabend in die Sommerpause. Der Fall aus Berlin wird bis Ende August der letzte neue Film der Krimireihe bleiben. Bis dahin müssen sich die Zuschauer mit der Übertragung der Fußball-Europameisterschaft und Wiederholungen begnügen. Zeit für einen kleinen Rückblick auf die "Tatort"-Saison 2015/16: Was fiel positiv, was negativ auf?

Flop: Schweiger, Makatsch und ein Abschied

Für die meiste Aufregung sorgte mal wieder der Hamburger "Tatort" - natürlich wegen des sehr prominenten Kommissars dort. Der beschwerte sich auf Facebook mit drastischen Worten über seine Kritiker. Doch auch beim Publikum kommen Til Schweigers Actionkrimis nicht so gut an, wie seine Familienkomödien im Kino. Trotz einer Doppelfolge inklusive eines Gastauftritts von Schlagerstar Helene Fischer verlor der Hamburger "Tatort" weiterhin Zuschauer. Auch der dazugehörige Kinofilm floppte.

Beim SWR versuchte man es diese Saison derweil mit einem anderen Star: Heike Makatsch ermittelte erstmals in Freiburg. Leider wirkte das Drehbuch auf viele Zuschauer und Kritiker konstruiert, Makatsch außerdem wenig sympathisch. Ob es eine Fortsetzung für den als Special angekündigten "Tatort" geben wird, steht noch nicht fest.

Definitiv Abschied nehmen mussten die Zuschauer im Oktober von Petra Schmidt-Schaller alias Kommissarin Lorenz. Sie hatte an der Seite von Bundespolizist Falke (Wotan Wilke Möhrung) ermittelt, ging außerdem ein spannendes Verhältnis mit ihm ein. Doch Schmidt-Schaller stieg aus, jetzt ermittelt Wilke-Möhring mit Franziska Weisz.

Top: Komisches aus Münster, Cooles aus Kiel und Neues aus Dresden

Wie fast jede Saison sind die Münsteraner die absoluten "Tatort"-Gewinner. Die Krimis mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl knacken regelmäßig Quotenrekorde. Die Folge "Schwanensee" erreichte im November stolze 13,62 Millionen Zuschauer - das war die beste "Tatort"-Quote seit 1992. Der Klamauk um Professor Börne und Kommissar Thiel zieht jedes Mal.

Vom Publikum gefeiert wurde diese Saison außerdem die Folge "Die Rückkehr des stillen Gasts" aus Kiel. Lars Eidinger übernahm darin zum zweiten Mal die Rolle eines psychopathischen Serienkillers. Schon 2012 hatten Borowski (Axel Milberg) und Brandt (Sibel Kekilli) gegen ihn ermittelt - er entkam damals. Und trieb in der Fortsetzung Borowski in ungeahnte Tiefen.

Naben den altbewährten Klassikern konnte sich auch ein neues Team Eindruck verschaffen: Der erste Fall aus Dresden mit Karin Hanczewski, Alwara Höfels und Kommissariatsleiter Martin Brambach punktete mit einem humorvollen Drehbuch von "Stromberg"-Autor Ralf Husmann. Außerdem ging in Sachsen zum ersten Mal ein rein weibliches Ermittler-Duo an den Start.