VG-Wort Pixel

Neuer Fall von Thiel und Boerne Rekordquote für "Münster"-Tatort – trotz Corona-Drehbedingungen

"Tatort" aus Münster mit Thiel und Boerne
Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, r.), Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Silke Haller (ChrisTine Urspruch) im Münster-"Tatort: Es lebe der König"
© WDR/Thomas Kost / ARD
Kommissar Thiel und Professor Boerne aus Münster sind die mit Abstand beliebtesten "Tatort"-Ermittler. Ihr aktueller Fall "Es lebe der König" sorgte nun für einen neuen Rekord.

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber bereits jetzt steht fest: Der aktuelle "Tatort" aus Münster hat die bisher höchste gemessene Zuschauerzahl für einen Film im Jahr 2020 erzielt. 13,60 Millionen Menschen sahen am Sonntagabend die Episode "Es lebe der König", in der Kommissar Thiel und Professor Boerne den Tod eines Burgbesitzers aufklären mussten. Das entsprach einem Marktanteil von 36,5 Prozent. 

So gut schnitt der "Tatort" mit dem beliebten Ermittler-Team Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) seit über drei Jahren nicht mehr ab. Am 2. April 2017 hatten 14,56 Millionen die Folge "Fangschuss" gesehen (39,6 Prozent). Das war die höchste Zuschauerzahl und der höchste Marktanteil einer "Tatort"-Folge seit 1992.

Der Fall vom 8. November 2020 ("Limbus") hatte 12,94 Millionen Zuschauer. Zuletzt über 13 Millionen Zuschauer erreichte die Folge "Spieglein, Spieglein" vom 17. März 2019. Damals sahen bei der Erstausstrahlung im TV 13,58 Millionen zu.

Gedreht wurde der neue "Tatort" im vergangenen Sommer – unter Corona-Bedingungen. "Ohne Corona wäre die Geschichte etwas opulenter abgelaufen. Die Maßnahmen gegen SARSCov2 sind auch beim Münster-'Tatort' nicht ohne Nebenwirkungen geblieben. Aber ich denke, wir haben gemeinsam das Beste daraus gemacht, und diese Folge ist ein sehr gelungener und unterhaltsamer Beitrag mitten aus der Pandemie", sagt Hauptdarsteller Jan Josef Liefers, der seit 2002 als Gerichtsmediziner Professor Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne vor der Kamera steht.

So entstand der "Tatort" unter Corona-Bedingungen

Regisseurin Buket Alakuş sagt, die Pandemie habe alle Beteiligten gezwungen, "anders kreativ zu sein, was manchmal zu großartigen Ideen geführt hat und manchmal aber auch frustrierend war". Für die gebürtige Türkin war es der erste "Tatort", den sie verantwortete. "Vieles, was beim Drehen eigentlich normal ist, wurde plötzlich zum Problem und wir mussten uns ständig neue Lösungen überlegen, wie wir einen Film drehen, ohne uns gegenseitig zu nah zu kommen", erinnert sich die 49-Jährige.

Alle Teammitglieder mussten Masken tragen, morgens und abends wurde Fieber gemessen und die Schauspieler*innen hatten eine eigene Box mit ihren Requisiten, in die kein anderer hineingreifen durfte. Zudem wurden die meisten Szenen im Freien gedreht. Die genauen Drehorte und Drehzeiten blieben geheim, um keine Schaulustigen anzulocken. Drehbuchautor Benjamin Hessler musste die finale Szene umschreiben: Thiel und Boerne sollten ursprünglich inmitten einer Masse von verkleideten Komparsen ermitteln, stattdessen legten sich nun alle einzeln mit ausreichend Abstand auf die Lauer.

Auch wenn sich alle Beteiligten umstellen mussten: Der Spannung des Films hat das keinen Abbruch getan, wie die Rekordquote beweist.

Quellen: WDR, Quotenmeter

jum

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker