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"Tatort" aus Freiburg: Lohnt sich Heike Makatschs "Tatort"-Debüt?

2016 feierte Heike Makatsch  ihr Debüt als "Tatort"-Kommissarin in Freiburg. Die ARD zeigt den Krimi als Wiederholung. Lohnt sich das Einschalten?

Heike Makatsch im Tatort

Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) bei ihrem ersten Einsatz in Freiburg

Worum geht's in diesem "Tatort"?

Im Freiburger Jobcenter wird der Mitarbeiter Holger Kunath tot an seinem Schreibtisch gefunden. Die nach langjähriger Abwesenheit in ihre Heimatstadt Freiburg zurückgekehrte Hauptkommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) ermittelt unter den Kunden, die ein Motiv hätten: Da ist Cornelia Mai, die mit ihrer 16-jährigen Tochter Melinda aus ihrer Wohnung ausziehen muss, weil Kunath die amtliche Zahlung für die Miete nicht überwiesen hat. Jutta Kunath, die Witwe des Toten, hat ganz ähnliche Probleme: Sie bangt um ihre Eigentumswohnung in einem schicken Freiburger Öko-Quartier, wo sie mit Sohn Titus wohnt. Über die Kinder Melinda und Titus entfaltet sich ein neuer Erzählstrang über Schüler, die in ihrer Freizeit "Biokiffen" und allerhand anderen Unfug treiben. Irgendwie scheinen auch die Jugendlichen etwas mit dem Fall zu tun zu haben.

Warum lohnt es sich?

Der "Tatort" erfreut mit einigen schönen Bildern der Stadt Freiburg, die Lust machen, ins Breisgau zu fahren. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit der großen Angela Winkler, die Ellen Berlingers Mutter spielt.

Was stört?

Überlastete Mitarbeiter im Jobcenter. Die Statusängste der Mittelschicht. Gentrifizierung von Stadtteilen und Vertreibung durch große Investoren. Gefährliche Ohnmachtspiele von Jugendlichen. Eines dieser Themen allein hätte schon gereicht, doch dieser "Tatort" ist vollgepackt mit gesellschaftlichen Problemen, was die Folge unnötig verkompliziert. Zu allem Überfluss wird der Fall überlagert von der persönlichen Geschichte der Ermittlerin: Als sie vor 15 Jahren Freiburg verließ, ließ sie ihre gerade geborene Tochter Niina zurück, die bei Ellen Berlingers Mutter aufwuchs. Nach dieser langen Zeit tritt Berlinger nun ins Leben ihrer Mutter wie ihrer Tochter - und ist zudem noch schwanger. Allein dieser Strang könnte ein 90-minütiges Melodram füllen. Ein konfuses Drehbuch (Autor: Thomas Wendrich), das von allem zu viel hat.

Die Kommissare?

Dieser "Tatort" ist komplett auf Heike Makatsch zugeschnitten. Ihre Figur ist als Einzelgängerin angelegt, was dem Film nicht gut bekommt. Denn dadurch fehlt ihr der Sparringspartner, um Dialoge in Gang zu setzen und Gedanken wie Gefühle zu verbalisieren. So bleiben die Motivation und das Wesen der Figur verborgen. Was die Ermittlerin antreibt, das erschließt sich dem  Zuschauer nicht. Vor allem fehlt dadurch der Raum für Humor. Makatschs Dauerpräsenz in diesem "Tatort" führt dazu, dass die zu der Zeit schwangere Schauspielerin sogar Action-Szenen leisten und wilde Verfolgungsjagden veranstalten musste.

Ein- oder ausschalten?

Für ihren zweiten "Tatort"-Einsatz bekam Heike Makatsch einen kompletten Neustart verordnet. Wer sich ihr Debüt ansieht, ahnt, weshalb. Sie können den Fernseher also ruhig auslassen.

Diese "Tatort"-Folge "Fünf Minuten Himmel" wurde erstmals Ostern 2016 ausgestrahlt. Die ARD wiederholt den Fall am Freitag, 2. November, um 22 Uhr.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.