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Sexueller Missbrauch Prozess gegen Prinz Andrew droht das Thron-Jubiläum der Queen zu überschatten

Prinz Andrew
In den USA läuft eine Ziviklage gegen den britischen Prinzen Andrew. In London wurden die Ermittlungen im Missbrauchskandal dagegen für beendet erklärt.
© Steve Parsons/Pool PA/AP / DPA
Im kommenden Jahr jährt sich die Thronbesteigung von Queen Elizabeth II. zum 70. Mal. Doch die Klage gegen Prinz Andrew droht die Feierlichkeiten in den Schatten zu stellen, befürchtet ein Adelsexperte.

In der Sowjetunion regierte Josef Stalin mit harter Hand, die Bundesrepublik Deutschland war keine drei Jahre alt und Bundeskanzlerin Angela Merkel war noch nicht einmal geboren: So sah die Welt aus, als Königin Elisabeth II. am 6. Februar 1952 den britischen Thron bestieg.

Seither hat sich die Welt radikal verändert, doch fast 70 Jahre später wird das Vereinigte Königreich noch immer von der Monarchin regiert. Im kommenden Jahr feiert die Queen das Platin-Jubiläum ihrer Thronbesteigung. Das soll groß gefeiert werden: Vier Tage lang, vom 2. bis 5. Juni 2022, wollen die Briten ihre Königin hoch leben lassen. Geplant sind ein gigantischer Festumzug, ein Dankgottesdienst und eine Militärparade.

Doch ausgerechnet ihr Lieblingssohn könnte der Queen die Feierlichkeiten verhageln. Denn gegen Prinz Andrew läuft in den USA eine Zivilklage wegen des mutmaßlichen Missbrauchs einer Minderjährigen. Der 61-Jährige gehörte auch zum Bekanntenkreis des verurteilter Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, dem vorgeworfen wird, einen Ring zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen unterhalten zu haben. 

Die Queen will feiern - doch Prinz Andrew muss vor Gericht

All das könnte in den Wochen und Monaten rund um das Thronjubiläum der Queen noch einmal vor Gericht ausgebreitet werden - und einen tiefen Schatten über die Feierlichkeiten legen. Das befürchtet der Royal-Experte Richard Fitzwilliams. Der New Yorker Richter Lewis Kaplan hat den 14. Juli 2022 als letztmöglichen Termin für die Zeugenaussagen in dem bevorstehenden Prozess festgelegt.

Im Gespräch mit der britischen Zeitung "Daily Mail" sagte der Kenner des britischen Königshauses, der Palast sehe diesen Zeitplan mit Sorge - denn er könnte zeitlich genau mit den Feierlichkeiten kollidieren. Die Queen zelebriere ein in diesem Lande einzigartiges Jubiläum, aber darüber werde eine Wolke liegen "wegen Andrews scheußlicher, schlecht beratener Freundschaft mit Epstein", so Fitzwilliams.

In einem Punkt hat die Queen schon vorgesorgt: Während fast alle Mitglieder der Königsfamilie für die Feierlichkeiten eingespannt werden und Reisen ins In- und Ausland übernehmen sollen, ist Andrew komplett außen vor. 

Oder anders gesagt: Königin Elisabeth II. versteckt ihren Sohn so gut es geht. 

Verwendete Quelle: "Daily Mail"

che

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