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Dave Halls Er überreichte die tödliche Waffe: Regieassistent wurde bei seinem letzten Job gefeuert

Die Bedingungen am Drehort des Baldwin-Westerns "Rust" sorgten schon vor dem tödlichen Unfall für Ärger
Die Bedingungen am Drehort des Baldwin-Westerns "Rust" sorgten schon vor dem tödlichen Unfall für Ärger
© Eddie Moore/ / Picture Alliance
Noch immer ist nicht geklärt, wer letztlich die Schuld trägt am tragischen Tod einer Kamerafrau am Set des Westerns "Rust". Nun gerät der Regieassistent in den Fokus - er war schon bei früheren Produktionen negativ aufgefallen.

Die Vorfälle am Set des Westerns "Rust" vom vergangenen Donnerstag beschäftigen noch immer die Ermittlungsbehörden. Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins starb, nachdem sich bei einer von Alec Baldwin verwendeten Requisitenwaffe ein tödlicher Schuss gelöst hatte. Regisseur Joel Souza wurde dabei schwer verletzt.

Immer lauter wird die Frage nach der Schuld an der Tragödie. Zunächst war die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed in den Fokus geraten, die noch jung und unerfahren ist und mit "Rust" erst ihren zweiten Film in dieser Position dreht.

Die tödliche Waffe bekam Alec Baldwin aber von einem anderen überreicht: Es war Regieassistent Dave Halls, der ihm den Revolver in die Hand drückte - offenbar ohne ihn vorher zu prüfen. "Er sollte unsere letzte Verteidigungslinie sein und er hat uns im Stich gelassen", sagte ein Mitarbeiter der Filmproduktion dem Online-Magazin "Daily Beast". "Er ist die letzte Person, die auf die Waffe schauen sollte."

Regieassistent Dave Halls gab Alec Baldwin die Waffe

Das Magazin bezieht sich auf eine eidesstattliche Erklärung. Demnach habe Waffenmeisterin Gutierrez-Reed drei Waffen auf einen Wagen gelegt, davon habe Halls dann eine genommen, sie Baldwin gegeben und sie als "cold gun" bezeichnet - als kalten Revolver. Was so viel heißt wie: nicht geladen - weder mit scharfer Munition noch mit Platzpatronen.

Einer zweiten Quelle zufolge wäre es aber die Aufgabe des Regieassistenten gewesen, genau das persönlich zu überprüfen. "Dieser Check allein hätte dieses Unglück verhindert", wird die Person zitiert.

Auf dem Notruf ist zu hören, wie Skript-Supervisor Mamie Mitchell über Halls sagt: "Er sollte die Waffen kontrollieren. Er ist verantwortlich dafür, was passiert ist."

Wie nun herausgekommen ist, war es wohl nicht das erste Mal, dass sich unter Dave Halls' Mitwirkung ein Schuss gelöst hat. 2019 war er Regieassistent bei dem Drama "Freedom's Path", als sich eine Waffe entlud. Ein Mitglied der Toncrew wurde damals verletzt. Die Filmproduktionsfirma Rock Soul Studios kündigte Halls daraufhin, wie CNN berichtet.

Damals wurde die Stelle neu besetzt. Dave Halls' Karriere beendete das nicht: Wie seine bei "IMDB" aufgelistete Filmografie zeigt, fand er weiter regelmäßig Beschäftigung als Regieassistent. Sein vorerst letzter Einsatz war bei "Rust".

Verwendete Quelle: "Daily Beast"; CNN, IMDB

che

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