HOME

"The Voice of Germany": Eine schrecklich nette Familie

War das nicht wieder "unfuckingfassbar" menschlich? "The Voice of Germany" ist zurück und wir halten uns alle an den Händen. Nur eins nervte noch mehr als die fade Harmoniesuppe: Silbermond.

Von Mark Stöhr

Die neue "The Voice"-Jury: Samu Haber, Rea Garvey, Stefanie Kloß, Michi Beck und Smudo.

Die neue "The Voice"-Jury: Samu Haber, Rea Garvey, Stefanie Kloß, Michi Beck und Smudo.

Nie waren die "Blind Auditions" emotionaler. Geschworen. In dieser Show, in der die wirklich wahren Emotionen wirklich wahr sind. Oder so ähnlich. In der du keine Rolle spielst, sondern – aufgepasst – du selbst sein kannst. Gib also Vollpower und wir hauen auf den Buzzer, dass es uns die Thrombosestrümpfe von den Füßen reißt. Bäm! Was sonst noch los war beim Auftakt zur vierten Staffel von "Voice of Germany"? Hier unsere Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Braucht "The Voice of Germany" eine niedrigere Frauenquote in der Jury?

Auf jeden Fall. Eine Frau unter vier Männern ist schon etwas übertrieben. Ein Schritt in die richtige Richtung ist daher die Entscheidung der Showmacher, die extrovertierte Esoterikziege Nena wenigstens durch die maximal öde Einzelhandelsverkäuferin/Verwaltungsfachangestellte Stefanie Kloß zu ersetzen. Deren Handicap allerdings: Sie ist in ihrer Freizeit Frontfrau von Silbermond, der schrecklichsten Band der Welt nach U2. Ihre beste Tat gestern: Sie sang nicht. Das erledigten dankenswerterweise Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier, die ihren Einstand als Neu-Juroren mit ihrem formidablen "Troy" feierten. Das war richtig stark.

Wie war die Singerei der Kandidaten?

Schön kurz. Das ist ja das Gute bei den "Blind Auditions": Die Leute singen immer nur eine Strophe und den Refrain. Natürlich war bei den "Talents" wieder alles dabei. Der Typus Wuchtbrumme wie Sabrina ("Es gibt nix Geileres, als in abgeranzten Locations Gigs zu spielen"), die das Studio in Schutt und Asche röhrte, oder das verträumte Mauerblümchen wie Lina ("Wer von euch ist Smudo?"), die eine rührende Woodstock-Walzerversion von "Big in Japan" darbot. Nicht fehlen durfte auch der schräge Paradiesvogel, wie immer unter dringendem Betäubungsmittelverdacht, der sich Rick Washington nannte, aber aus New York kam. Er war lange Backgroundsänger von Lenny Kravitz und Phil Collins. Platz drei und vier hinter U2 und Silbermond.

Brachte jemand die größte anzunehmende Peinlichkeit?

Ja, leider. Man konnte sich gar nicht so schnell im Badezimmer einschließen und die Ohren prophylaktisch mit der elektrischen Zahnbürste sauber scheuern, wie eine Johanna und ein Jonathan auf der Bühne erschienen und "Unendlich" von Silbermond trällerten. Wie Marianne und Michael standen die beiden dort oben und guckten sich auch noch die ganze Zeit an beim Singen, während Stefanie Kloß unten natürlich gleich losbuzzerte und das Studio unter Wasser setzte mit ihren Tränen. Das. War. Nicht. Berührend. Das war einfach nur sehr, sehr peinlich.

Waren genügend Stefanies in der Show?

Definitiv, eine schrieb sich allerdings mit "ph". Sie arbeitet tagsüber als Arzthelferin irgendwo im Oderbruch und hat sich in ihrem Bekanntenkreis einen Namen als "Schlager-Stephi" gemacht. Ihr Auftritt war dafür gar nicht so schlimm, doch leider diskreditierte sie sich ohne Not mit dem Schamlos-Bekenntnis: "Ich liebe Silbermond". Das freute natürlich die Du-bist-das-Beste-was-mir-je-passiert-ist-Stefanie, die sich wiederum das "f" im Namen mit der Stefanie aus der 90er-Jahre-Krankenhausserie "Für alle Fälle Stefanie" teilt. Deren Darstellerin heißt Claudia Schmutzler und die ist die Mutter einer gewissen Charley, die gestern ordentlich ablieferte und den Sprung ins Team der Fanta2 schaffte. War das jetzt einmal zu viel um die Ecke gedacht?

Wen sehen wir nicht mehr wieder?

Eine ältere Finnin zum Beispiel, die wie eine Mischung aus Lou van Burg und Maria Hellwig aussah und wirkte, als hätten sie beim letzten Pilzesammeln nicht richtig aufgepasst. Vielleicht hatte sie auch nur ein bisschen von Ricks Vorräten genascht. Samu Haber, ihr Landsmann, fand ihre Performance "zu geil" und "zu perfekt", was ganz gut die Crux und Scheinheiligkeit dieser schrecklich netten Familienshow deutlich machte. Alles ist aus Watte, nie fällt ein böses Wort. "The Voice of Germany" ist gewissermaßen die Gummizelle der deutschen Feel-Good-Fernsehunterhaltung. Doch wo es keine Kritik gibt, ist auch das Lob nur halb so viel wert. Einen Steve aus Stuttgart komplimentierte Smudo mit dem allerdings schon wieder genialen Spruch aus der Sendung: "Wie Wein, Leder und Käse wird deine Stimme immer besser."

Wer war "unfuckingfassbar"?

Nur einer: Alex. Er rappte "Lose yourself" von Eminem und rockte den Saal. Das Publikum war dermaßen begeistert, dass er gleich nochmal ran musste. Das war virtuos, furios und kurios. "Slim Shady" aus Bremen mit seiner aufgepumpten Hühnerbrust ist der ganz heiße Scheiß in der aktuellen Staffel.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(