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Wechsel zu Sat.1: Marc Bator verabschiedet sich von der "Tagesschau"

Seit 2005 war Marc Bator Sprecher der "Tagesschau". Jetzt wechselt der Journalist zum Privatsender Sat.1, weil er bei der ARD keine Entwicklungsmöglichkeit sah. Linda Zervakis wird seine Nachfolgerin.

Künftig wird "Tagesschau"-Sprecher Marc Bator, 40, bei Sat.1 die Nachrichten moderieren. Das teilten ARD-aktuell und Sat.1 mit und bestätigten damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. "Ich weiß, was ich der "Tagesschau" zu verdanken habe. Aber nach 13 Jahren war es für mich Zeit für eine Veränderung", sagte Bator im "Bild"-Interview. "Ich habe bei der ARD keine Perspektive mehr gesehen, weil ich mich nicht weiterentwickeln konnte. Ich wollte kein "Tagesschau"-Rentner werden."

Bator, der seit 2005 in der Hauptausgabe der ARD-Nachrichtensendung zu sehen war, wird ab 10. Mai die "Sat.1 Nachrichten" um 19.55 Uhr moderieren. "Darüber hinaus entwickelt der Sender weitere Projekte in den Bereichen Information und journalistische Unterhaltung mit ihm", teilte der Privatsender mit. Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow sprach von einer "hochkarätigen Neuverpflichtung". Der bisherige Sat.1-Hauptmoderator Peter Limbourg, 52, war vor kurzem zum neuen Intendanten der Deutschen Welle gewählt worden.

Zum letzten Mal ist Bator in der 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" am 27. April sehen. ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke lobte den Sprecher: "Marc Bator hat bei uns ausgezeichnete Arbeit geleistet. Wir haben ihn menschlich und fachlich außerordentlich geschätzt."

Linda Zervakis wird in der 20-Uhr-Sendung Bators Platz einnehmen. Die gebürtige Hamburgerin mit griechischen Wurzeln ist seit Februar 2010 Sprecherin bei der "Tagesschau". Sie wurde 1975 in Hamburg geboren. Seit 2001 arbeitet sie für den NDR, zunächst für den Hörfunk, ab 2004 auch vor der Kamera als Nachrichtensprecherin und Reporterin für das "Schleswig-Holstein Magazin". 2009 vertrat Linda Zervakis Gabi Bauer und Ingo Zamperoni im "Nachtmagazin". "Mit Linda Zervakis wird die Tagesschau jünger, weiblicher und internationaler", sagte Gniffke.

juho/DPA / DPA