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Wotan Wilke Möhring im stern: "Ich hielt ihn im Arm, und er starb"

Erstmals hat Wotan Wilke Möhring über den Tod seines Vaters gesprochen. Ein Interview über das Vatersein, über Trennungen und über Romantik.

Wotan Wilke Möhring sprach zum ersten Mal über den Tod seines Vaters.

Wotan Wilke Möhring sprach zum ersten Mal über den Tod seines Vaters.

Herr Möhring, Sie haben auffällig oft Väter gespielt und tun es jetzt im Kino wieder. Warum passt der Papa so gut zu Ihnen?
Die Vaterfigur zu spielen, ohne selbst Kinder zu haben, fühlte sich immer komisch an. Ich hab' mir dann immer vorgestellt, wie das wohl so ist, fand den Gedanken aber immer klasse. Seit ich jetzt selber Kinder habe, weiß ich natürlich viel besser, wie großartig das ist. Ich bin einfach gern Vater. So richtig gern.

Wollten Sie immer Kinder haben?
Ja. Ich denke jetzt sogar öfter: Warum hast du nicht eher? Meine große Tochter kost jetzt eingeschult worden. Ich bin 48. Wenn die mal Kinder bekommt, krieg ich das vielleicht gar nicht mehr mit.
 
Wir sehen Sie eher als fitten Alten.
 Danke, ich werde versuchen, ein dynamischer Opa und kein Opa-Opa zu sein.

Ihr Vater ist vor ein paar Jahren gestorben. Hat Sie das aus der Bahn geworfen?
Ja. Was dir ein Mensch wirklich bedeutet, merkst du manchmal ja erst, wenn er verschwunden ist.
 
Wie ist er ums Leben gekommen?
Wir waren zusammen im Urlaub. Meine Brüder, mein Vater und ich. Ein Männer-Urlaub, wie wir ihn jedes Jahr einmal machten. Und kurz vor der Abfahrt sind mein Vater und ich noch mal zusammen mit einem Quad, also so einem vierrädrigen Motorrad durch einen Wald gefahren. Und auf einmal – ich weiß nicht, warum – hat er die Kontrolle verloren und ist gegen einen Baum gefahren.
 
Furchtbar. Und dann?
Dann waren wir beide allein in diesem Wald. Ich hielt ihn im Arm und er starb. Ich werde das nie in meinem Leben vergessen. Meine Mutter dachte, dass ich da nicht drüber wegkomme. Vadders Tod ist bis heute bei mir nicht richtig angekommen. Ich vermisse ihn immer noch. Erst als unsere erste Tochter Mia auf die Welt kam, wurde es besser. Da wurde mir klar: Ja, so ist es im Leben. Der eine geht, der andere kommt. Es geht immer weiter.

Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen stern