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ZDF-Spendengala für Pakistan: Zuschauer spenden 7.984.388 Euro für Flutopfer

Bei der ZDF-Sendung "Hilfe für Pakistan" sind acht Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe zusammengekommen - für die Opfer des Erdbebens in Haiti spendeten die ZDF-Zuschauer im Januar noch mehr als das Doppelte, fast 17,9 Millionen Euro.

Fast acht Millionen Euro haben am Donnerstagabend ZDF-Zuschauer für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan gespendet. In der Sendung "Hilfe für Pakistan" hatte unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Hilfe für das überflutete Land und seine Menschen aufgerufen. Wie der Sender am Freitag mitteilte, gingen bis Mitternacht auf der eigens geschalteten Hotline Spendenzusagen von insgesamt 7.984.388 Euro ein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trat eventuellen Befürchtungen beim Spenden entgegen. Die Hilfsorganisationen sorgten dafür, dass die Mittel direkt zu den Hilfsbedürftigen kämen, erklärte Merkel. Sie sagte, dies sei wichtiger als ihre Gespräche mit der pakistanischen Regierung. Die Kanzlerin wandte sich zugleich dagegen, diese zu diskreditieren. "Die Regierung ist nicht in der Lage, an jeder Stelle tätig zu sein", fügte die Kanzlerin hinzu.

Auch die Verantwortlichen sehen die Spendengelder in guten Händen. "Wir können versichern, dass die Spenden die betroffenen Menschen in vollem Umfang erreichen. Seit vielen Jahren sind wir in Pakistan aktiv. Unsere Partner sind vor Ort sehr gut akzeptiert", sagte Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Helfer kennten sich mit der Bevölkerung, ihren Bedürfnissen und kulturellen Besonderheiten gut aus. Das seien entscheidende Voraussetzungen, um schnell und effektiv helfen zu können, fügte die Pfarrerin hinzu.

ZDF mit Spendensendung zufrieden

ZDF-Chefredakteur Peter Frey zeigte sich mit der Resonanz auf die Sendung zufrieden. "Natürlich freut man sich, wenn fast acht Millionen an Spenden zusammenkommen", sagte er. Es sei aber auch wichtig gewesen, den Informationsabend einem Land zu widmen, das den Deutschen fremd sei. "Ich glaube, es ist mit sehr eindringlichen Bildern gezeigt worden, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen in Pakistan jetzt zurechtkommen müssen", fügte Frey hinzu. In der ZDF-Informationssendung waren neben der Bundeskanzlerin auch Peter Scholl-Latour, Reinhold Messner und Peter Maffay geladen. An den Spendentelefonen saßen Prominente wie Andreas Ballschuh, Janine Kunze, Nadine Krüger, Dominic Raacke und Carsten Schwanke. Die Spendenhotline ist weiter geschaltet.

Unterdessen begann die Bundeswehr mit der Lieferung von Hilfsgütern für Pakistan. Am Freitag startete vom Flugplatz Leipzig/Halle ein Großraumflugzeug mit rund 100 Tonnen Hilfsgütern nach Islamabad, wie die Streitkräftebasis mitteilte. Die Hilfslieferung umfasse 50 fabrikneue Stromerzeugungsaggregate und drei faltbare Trinkwassertanks aus Beständen der Bundeswehr sowie 17 Tonnen Babynahrung einer zivilen Hilfsorganisation

AFP / AFP