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Ablenkung im Lockdown Zoos wollen im März wieder bundesweit öffnen - und schreiben Brief an Merkel

Löwen in einem Zoo
Die Zoos möchten ein sicheres Ausflugsziel für Familien im Lockdown-Stress sein (Symbolbild)
© ROBIN VAN LONKHUIJSEN / Picture Alliance
In fünf Bundesländern haben Tiergärten bereits geöffnet. In einem Brief an die Bundeskanzlerin fordert nun der Verband der Tierparks und Zoos eine bundesweite Wiedereröffnung. 

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de

Die verbandlich organisierten zoologischen Gärten und Tierparks haben sich mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer gewandt: Darin bitten sie darum, ab März wieder ihre Türen öffnen – und Familien im Lockdown-Stress ein sicheres Ausflugsziel bieten zu dürfen.

In seinem Schreiben betont der Verband, dass Tierparks und zoologischen Gärten seit dem ersten Tag der Pandemie die zum Schutz der Bevölkerung vor Covid-19 notwendigen Maßnahmen mittragen. "Wir haben die zwingende Notwendigkeit über lange Monate gegenüber unseren jährlich insgesamt mehr als 50 Millionen Besuchern vertreten, auch wenn uns die Einnahmen fehlen", sagt Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig. "Wir betrachten uns als verlässlichen Partner der Politik."

Zoos könnten eine Möglichkeit zum Ausgleich sein

Angesichts sinkender Infektionszahlen und dem steigenden sozialen Druck in vielen Familien könnten die Zoos Eltern und Kindern die Möglichkeit zum Ausgleich bieten. "Wir erleben es doch auch selbst: Im Lockdown-Stress fehlen nach Monaten zu Hause dringend geschützte Räume für sichere Ausflüge erst recht bei dem verlockenden Wetter", sagt Verbandspräsident Jörg Junhold. "Und die Hygienekonzepte unserer Mitglieder sind erprobt. Die stufenweise Öffnung der Außengelände und der geschlossenen Tierhäuser sowie die Aussteuerung von Kapazitäten lassen sich in Abstimmung mit den regionalen Behörden jederzeit an das Infektionsgeschehen anpassen."

Zwar erhielten in einigen Bundesländern Zoos und Tierparks Corona-Hilfen, allerdings müssen die meisten Einrichtungen auf Rücklagen zurückgreifen. "Die Kosten laufen weiter - allein 50.000 Euro pro Monat für Futter", sagt der Sprecher des Duisburger Zoos, Christian Schreiner. "Irgendwann ist bei jedem Zoo der Ofen aus. Eintrittsgelder sind eine Haupteinnahmequelle", warnt der Direktor des Naturzoos Rheine, Achim Johann.

In diesen Bundesländern dürfen Zoos und Tierparks bereits öffnen

Aktuell haben die Tiergärten in folgenden Bundesländern geöffnet:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein

Die Verbandspräsidenten dankten in dem Brief Bund, Ländern und Kommunen ausdrücklich für die gewährten Leistungen zur Unterstützung, auch wenn sie aufgrund verschiedener Organisationsformen nicht allen zoologischen Gärten und Tierparks zugutekommen konnten.

RTL.de

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