HOME

Videobotschaft gegen Stigmatisierung: Herzogin Catherine fordert Hilfe für psychisch kranke Kinder

Die Herzogin von Cambridge erhebt ihre Stimme für Kinder, die unter psychischen Krankheiten leiden. In einer Videobotschaft hat Lady Catherine nun ein Ende der Stigmatisierung gefordert.

"Psychischen Krankheiten haftet ein Stigma an", sagt Herzogin Catherine in einer Videobotschaft der Organisation Place2Be.

"Psychischen Krankheiten haftet ein Stigma an", sagt Herzogin Catherine in einer Videobotschaft der Organisation Place2Be.

Lady Catherine wirkt ernst und gefasst, als sie das Wort ergreift. Es ist kein leichtes Thema, das die junge Herzogin von Cambridge da anspricht: "Viele Kinder haben mit Problemen wie Angst, Depressionen, Abhängigkeiten oder Selbstverletzungen zu kämpfen", sagt sie. Im Hintergrund ist eine bunt eingerichtete Schulklasse zu sehen.

Mit einer emotionalen Videobotschaft hat sich die Herzogin an ihre Landsleute gewandt und zu einem sensiblen und aufgeklärten Umgang mit psychischen Krankheiten aufgerufen. Zu sehen ist das Video auf der Internetseite der Organisation "Place2Be", die sich für Schulkinder mit psychischen Problemen einsetzt.

"Um Hilfe bitten ist kein Zeichen von Schwäche"

Catherine warnt eindringlich vor den psychischen Folgen von Mobbing. "Doch auch häusliche Gewalt, der Verlust nahestehender Menschen und Probleme in den Familien können sich auf junge Menschen traumatisch auswirken", sagt Catherine, die vor ihrer Hochzeit mit Prinz William noch unter ihrem bürgerlichen Namen 'Kate Middleton' bekannt war.

Ein Problem sei das Stigma, das #link;http://www.stern.de/gesundheit/angststoerungen-und-depressionen-jeder-dritte-europaeer-psychisch-krank-1724414.htmlpsychischen Krankheiten# anhafte: "Junge Menschen und ihre Eltern müssen verstehen, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, wenn sie um Hilfe bitten", sagt Catherine. Anschließend zieht sie einen simplen Vergleich: "Niemand hat ein Problem damit, ein Kind zum Arzt zu bringen, wenn es sich den Arm gebrochen hat. Wir sollten ebenso schnell handeln, wenn ein Kind psychische Probleme hat."

Auch ihr royaler Ehemann findet Erwähnung. "William und ich glauben fest daran, dass frühes Handeln in der Kindheit spätere Probleme verhindern kann", sagt Catherine.

Themenwoche soll Briten aufklären

Mit der Videobotschaft unterstützt die Herzogin eine landesweite Themenwoche, die "Childrens Mental Health Week", die noch bis zum 22. Februar andauern soll. Dabei wird in ganz Großbritannien derzeit in Schulen über die mentale Gesundheit von Kindern diskutiert.

Einer Studie der Organisation "Place2Be" zufolge leiden in jeder Schulklasse durchschnittlich drei Kinder unter psychischen Problemen. Unter Teenagern habe sich die Verbreitung von Depressionen und Angsstörungen in den letzten 25 Jahren um 70 Prozent erhöht. Dennoch fände es ein Drittel der Eltern von Kindern im Alter von 5 bis 18 Jahren "peinlich", wenn ihr Nachwuchs psychologische Hilfe in Ansprech nehmen würde

las
Themen in diesem Artikel