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Schwarz und weiß: Forscher entdecken neue Spinnenart – für den Namen haben sie eine geniale Idee

Lagerfeld lebt. Und zwar in Australien. Dort entdeckten Wissenschaftler eine noch unerforschte Spinne. Doch warum bekam das Krabbeltier den Namen des legendären Modedesigners?

Die australische Springspinnen-Art „Jotus karllagerfeldi“

Die Springspinnenart aus Australien, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg, Brisbane und Melbourne entdeckten, heißt nun offiziell "Jotus karllagerfeldi".

In Australien haben Wissenschaftler eine bisher unbekannte Spinnenart entdeckt. Kurios: Die Springspinne hat verblüffende Ähnlichkeit mit dem im Februar verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Deshalb tauften die Forscher sie auf den Namen "Jotus karllagerfeldi". Die Spinne ist nur vier bis fünf Millimeter groß und lebt an der australischen Ostküste.

Karl Lagerfeld: Seine Markenzeichen

Weißer Haarschopf, die schwarze Sonnenbrille und schwarze Kleidung. Das trug der gebürtige Hamburger am liebsten. So auch die Spinne "Jotus karllagerfeldi". Zumindest erinnerte das Tier die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg, Brisbane und Melbourne an den reduzierten Modestil von Karl Lagerfeld. 

„Das Tier erinnerte uns von den Farben her an den reduzierten Stil Karl Lagerfelds. Die schwarzen Beinglieder assoziierten wir zum Beispiel mit den Handschuhen, die er immer trug, und die riesigen schwarzen Augen mit seiner Brille“, erklärt Danilo Harms in der Pressemitteilung der Universität Hamburg. 

Klein mit großen Augen und "Kentkragen"

Die Spinne ist vier bis fünf Millimeter groß, hat vier große schwarze Augen und einen weißen "Kentkragen". Sie hat – wie bei Spinnen üblich – acht Beine und lebt an der australischen Ostküste. Bisher sei die Spinnenart relativ unerforscht, so die Universität Hamburg in einer Mitteilung. 

In Deutschland sind die Spinnenarten weitgehend erforscht. Die häufigste Hausspinne ist dabei die Winkelspinne. Sie ist nachtaktiv und bewegt sich schnell. Am liebsten mag sie dunkle Ecken, Fliegen und andere Spinnen. 

Quelle: Pressemitteilung der UHH

Vergrabene Spinne im Sand
deb