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Königin Elisabeth II.: "Schäbig": Ein Buch über das Sexleben der Queen empört die Briten

Die Queen habe einen gesunden Sextrieb und in ihrer Hochzeitsnacht soll es tierisch abgegangen sein. Ein neues Buch über Königin Elisabeth II. wartet mit extrem schlüpfrigen Details auf - und verärgert damit viele Briten.

Königin Elisabeth II. und ihr Gatte Prinz Philip

Königin Elisabeth II. und ihr Gatte Prinz Philip sind seit über 70 Jahren miteinander verheiratet.

AFP

Es dürfte nicht viel prominente Paare geben, die mehr Ehejahre vorweisen können: Seit mehr als 70 Jahren sind Königin Elisabeth II. und Prinz Philip miteinander verheiratet. Vier Kinder gingen aus dieser Verbindung hervor. Viel mehr ist über das Liebesleben der Queen nicht bekannt - und wohl nur die wenigsten Briten würde es wagen, sich darüber Gedanken zu machen.

Wohl auch deshalb stößt ein Buch auf so heftige Ablehnung, das am Donnerstag in Großbritannien veröffentlicht worden ist. Es heißt "The Queen's Marriage", die Ehe der Königin. Die Autorin Lady Colin Campbell stellt darin auf 336 Seiten allerlei Behauptungen über das Liebesleben des First Couple auf. So schreibt die 68-Jährige, die Queen habe einen "gesunden" Sexualtrieb, über Prinz Philip heißt es, er schaue sich nach anderen Frauen um. In der Hochzeitsnacht soll es laut der Autorin so abgegangen sein, dass sogar die Diener darüber gesprochen hätten.

Intime Details über die Queen

Lady Colin Campbell

Lady Colin Campbell hat bereits 2012 ein Buch über Queen Mum geschrieben.

Picture Alliance

Es ist nicht das erste Mal, dass die gebürtige Jamaikanerin, die 1974 in den englischen Adel eingeheiratet hat, mit Büchern über das Königshaus Schlagzeilen produziert. Lady Colin Campbell schrieb bereits in den 90er Jahren mehrere Bücher über die Royals, in denen sie immer mit schlüpfrigen Details aufwartete. Zuletzt arbeitete sie sich 2012 an der Mutter von Elisabeth ab, Queen Mum. Campbells Werke gelten nicht als faktenbasiert, sie beruft sich oftmals auf Gerüchte. Dafür erhielt sie von der britischen Presse den Spitznamen "Lady Poison Pen", zu deutsch Lady Giftstift.

Mit ihrem neuen Buch ist sie aber nach Ansicht vieler Royalisten zu weit gegangen. "Geschmacklos" und "schäbig" sind nur zwei der Adjektive, mit denen Kritiker das Buch belegen. Doch abseits von der Stilfrage, ob man derart intim über die Queen schreiben darf, wird auch die Richtigkeit der Behauptungen infrage gestellt. Die britischen Adelsexpertin Judy Wade behauptet, Lady Colin Campbell noch nie mit einem Mitglied der königlichen Familie gesehen zu haben. Kurzum: Die Recherche steht auf extrem dünnen Beinen.

Das Interesse ist vorhanden

Ob das die Briten stört? Das Buch ist bereits einen Tag nach der Veröffentlichung in den Top Ten der Rubrik "Royal Hisotical Biographies" gelandet. Sogar zwei Mal: Platz 2 belegt das Hardcover, auf Platz 4 rangiert die Kindle-Version. Bei aller Empörung: Ein paar schlüpfrige Details über das angebliche Liebesleben der Queen wollen sich viele Briten dann doch nicht entgehen lassen.

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