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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Hupen für das Schwesterchen

Der Adel - allen voran der König von Schweden - hat Probleme mit dem außerehelichen Jagen, während der Pöbel - allen voran die Damen Katzenberger - Probleme mit den Brüsten hat.

Von Stefan Mielchen

Auch der Herbst hat noch schöne Tage: König Carl XVI. Gustaf von Schweden geht zu dieser Jahreszeit seit jeher gerne auf die Pirsch. Doch ob er die jüngsten Jagdszenen unbeschadet übersteht, ist fraglich: Eine Skandalautorin versucht einmal mehr, den 64-jährigen Hallodri zur Strecke zu bringen. Der Monarch wildere seit Jahren in fremden Revieren, behauptet die Dame in einem neuen Buch, das just zum jährlichen Pressetermin bei der Elchjagd im Wald von Halle-Hunneberg bei Trollhättan in Westschweden für Furore sorgte und Carl Gustaf in dieser Woche in Bedrängnis brachte. Von wilden Sexpartys ist da die Rede, von lustigen Ausflügen zu einer Stripperin. Und einer heißen Affäre mit La Camilla. Bei ihr handelt es sich Gott sei Dank um die Sängerin der legendären Band "Army Of Lovers" und nicht um die Frau von Prinz Charles.

Ob die Ehe mit Königin Silvia diesen Elchtest übersteht? Wahrscheinlich schon, denn Carl Gustaf sieht das alles ganz entspannt: "Ich habe mit Königin Silvia darüber gesprochen. Wir sind uns einig, nicht mehr in der Vergangenheit zu kramen." Diplomatischer kann man ein "Ich mache, was ich will, und du hältst gefälligst die Klappe" kaum ausdrücken. Da kann sich Silvia noch so sehr wünschen, dass die Medien Köttbullar aus ihrem alten Schweden machen - er ist der Chef, sie die Zugereiste. Das Buch will Carl Gustaf noch gar nicht gelesen haben. Macht nix, kann man noch nachholen: Es ist ja eine prima Bettlektüre.

Schießübungen in den schottischen Wäldern

Auch bei Königs in Großbritannien wird derzeit zum Halali geblasen: Die Eltern von "Waity Katy", der Noch-Nicht-Verlobten von Prinz William, wurden zur Jagd auf Schloss Balmoral eingeladen. Die britische Presse veröffentlichte in dieser Woche Fotos, die Kates Mutter auf dem Boden liegend zeigen - bei Schießübungen im schottischen Schlamm. "Kates Eltern haben die britische Königsfamilie schon einige Male getroffen", berichtete die "Bunte". Nun also zum Jagdausflug mit Charles und Camilla. Dieser soll laut "Daily Mail" dazu dienen, den Bürgerlichen die notwendigen Verhaltensregeln im Unterholz beizubringen. Besser ist das, bevor jemand versehentlich "Die Sau ist tot" anstimmt. Die Thronfolge steht schließlich noch nicht an.

Im Beckingham Palace müssen sich die Hofschranzen derweil nach einem neuen Job umschauen. King David und Her Royal Highheel Victoria gedenken, England endgültig den Rücken zu kehren und den luxuriösen Landsitz in der britischen Pampa zu verscherbeln. Hollywood statt Hertfordshire - die Beckhams wollen Amis werden! Das ist mindestens degoutant, doch David versichert: "Ich bin als Engländer geboren, und daran wird sich nichts ändern." Wie auch? Gleichwohl will das Glamourpaar die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen. "Ich genieße es sehr, ein kleiner Fisch in einem großen Teich zu sein", soll Victoria über ihre neue Heimat gesagt haben. Da kann man nur hoffen, dass bald ein paar Putzerfische daher schwimmen: Die sind bekanntlich für die Beseitigung von Parasiten zuständig. Becks himself macht derweil anderweitig von sich reden: Er hat seine kostbaren Schenkel enthaart. Komplett. Wie unendlich männlich!

Neue Brüste zum 21.

Da ist einer wie Ricky "Ja, den gibt's auch noch" Shayne aus ganz anderem Holz geschnitzt. "Ich sprenge alle Ketten", behauptete dieser musikalische Mister Universum Anfang der 70er, mit "Mamy Blue" wurde das wandelnde Brusttoupet schließlich richtig berühmt. Der größte Karrieresprung folgte für den Sänger allerdings erst vor eineinhalb Jahren: Da eröffnete Shayne ein Büdchen in Düsseldorf-Flingern. Zwischen Dosenbier und Busenblättern gab der mittlerweile 66-Jährige dort fast täglich Spontankonzerte, der Kiosk wurde zur Pilgerstätte für ewiggestrige Schlagerfans. Doch nun ist damit Schluss: "Ich habe die Pflicht, eine neue Platte herauszubringen", glaubt Shayne. Seine Zeit im Büdchen sei ohnehin mehr als "Kunstaktion" gedacht gewesen. Mag sein. Aber kommt Kunst nicht von Können?

Nun, so kleinlich muss man nicht sein. Sonst wäre auch Daniela Katzenberger nicht zum Gesamtkunstwerk avanciert. Die Kult-Blondine stieß in dieser Woche ihre kleine Schwester ins Rampenlicht - die Familie will schließlich versorgt sein. Im Doppelinterview mit den Oberweiteexperten der "Bild-Zeitung" gab sich die 18-Jährige Jenny denn auch blonder als blond: "Ich habe genau so kleine Brüste wie meine Schwester früher. 75 A", ließ sie die Ghostwriter notieren. "Aber Dani hat versprochen, dass sie mir zum 21. Geburtstag ein paar größere Brüste schenkt", so Jenny. "Manche kriegen ein Auto zum Geburtstag. Ich kriege Hupen." Und wir kriegen allmählich zuviel.

War sonst noch was? Na klar: Noch eine Kult-Blondine hat sich in dieser Woche zu Wort gemeldet: Heino. Der deutscheste unter den deutschtümelnden Volksmusikterroristen forderte, dass Lena beim Grand Prix im nächsten Jahr deutsch zu singen habe: "Man sollte unsere Sprache nicht verleugnen", findet der 71-Jährige. Natürlich! Genau deshalb hat Heino schließlich schon 1978 eine Schallplatte mit einem Song eingesungen, den deutsche Schüler damals aus vollen Kehlen mitsingen sollten: das Deutschlandlied - mit allen drei Strophen. "Ich bin angetreten, um das deutsche Liedgut zu retten. Das ist mir gelungen", sagt Heino heute. Na dann: Rette sich, wer kann.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(