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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Wer zu früh kommt…

Wer hätte das gedacht: George Clooney hatte seinen ersten Orgasmus angeblich schon mit sechs. Genauso unwahrscheinlich: Die Nacktaufnahmen von Lindsay Lohan im "Playboy" sollen "sehr stilvoll" sein.

Von Stefan Mielchen

Er ist der begehrteste Junggeselle Hollywoods und mit seinen 50 Lenzen immer noch der schönste Best Ager unter der Sonne. Dass George Clooney eigentlich nicht von dieser Welt sein kann, ahnten wir längst. Dass er bereits vor mehreren Jahrzehnten kein Kind von Traurigkeit war, wissen wir seit dieser Woche. In einem Interview mit der Zeitschrift "Rolling Stone" verriet der Mann, mit dem jeder vernünftige Mensch zwischen L.A. und Wanne-Eickel schlafen möchte, dass er von der ganz schnellen Truppe ist: Er hatte seinen ersten Orgasmus bereits mit sechs! Kein Wunder, denn wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben.

Und das hat es mit Clooney besonders gut gemeint. Sein erstes Mal soll beim Seilklettern passiert sein: "Ich erinnere mich daran, wie ich oben angekommen bin, an dem Seil hing und dachte: Oh Gott, das fühlt sich toll an!", berichtete der Schauspieler. Seine Ausbildung zum Frauenversteher begann allerdings erst zehn Jahre später. Mit 16 wechselte der kleine George nach eigenen Angaben vom Seilklettern zum Matratzensport. Hier hat es Clooney bekanntlich zu wahrer Meisterschaft gebracht. Wie viele Goldmedaillen er in dieser Disziplin bislang einheimste, behält der Gentleman allerdings für sich.

Backstage mit Bieber

Früh übt sich auch Popstar Justin Bieber im Umgang mit schlüpfrigen Bettgeschichten. Letzte Woche behauptete eine junge Mutter, der musikalische Milchbubi habe ihr hinter der Bühne ein Kind gemacht – diese Woche willigte der 17-Jährige in den ersten Vaterschaftstest seiner Karriere ein. Vor diesem Hintergrund mutet es befremdlich an, was „Bunte.de“ von der "Bambi"-Verleihung in der Weltstadt Wiesbaden zu berichten wusste, die der Traum aller kreischenden Zahnspangenträgerinnen mit seiner Anwesenheit krönte: "Zwei Mädchen wurden von Kai Pflaume in die Rhein-Main-Hallen gebracht, um ihrem großen Idol dort die Hand zu schütteln – und durften gemeinsam mit ihm hinter die Bühne", berichteten die Rehkitz-Reporter. Und das nach allem, was über Biebers Backstage-Benehmen bekannt wurde! Bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass sich Bieber nicht noch mehr schütteln ließ. Denn wo Kai Pflaume in der Nähe ist, weiß auch Klein-Justin: Nur die Liebe zählt!

"Lothar war mir zu oberflächlich"

Mit einer ungeklärten Vaterschaft geisterte in dieser Woche auch eine gewisse Ariadne Ioannou durch die Medien. Die 24-Jährige verriet dem Sender RTL hochexklusiv, schwanger zu sein. Was unter normalen Umständen niemanden hinter dem Ofen hervorlockt, war unter anderen Umständen anscheinend ein ganzes Interview wert: Ariadne war schließlich fünfeinhalb Monate lang die Frau an der Seite von Lothar Matthäus. Da ist es natürlich zwingend notwendig der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, dass der Herr Weltfußballer nicht der Vater des Kindes sei. So wie auch der Ex von Turnerin Magdalena Brzeska oder der Ex von Gina-Lisa Lohfink nicht hierfür in Frage kommen. Die Herren bemühten sich ebenfalls flugs mitzuteilen, an der Zeugung unbeteiligt gewesen zu sein – sie dürften ihre Gründe haben. Wer die schöne Zypriotin beglückte, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Ariadnes Männerverschleiß zumindest scheint beachtlich zu sein. Als Psychologiestudentin hat sie so ihre Ansprüche: "Lothar war mir einfach zu oberflächlich", rief sie damals Matthäus hinterher. Da weiß eine, wovon sie spricht.

Lohan - schön wie die Monroe?

Innere Werte werden aber auch überschätzt. Zumindest, wenn sich anderweitig eine hübsche Stange Geld machen lässt. Und so legte auch Schauspieler-Darstellerin Lindsay Lohan jetzt eine Sonderschicht ein, um für den "Playboy" blankzuziehen. Ein Opfer, das man nicht hoch genug schätzen kann: Schließlich hat die 25-Jährige zwischen Knast und Leichenschauhaus kaum noch Termine frei – die Bewährungsauflagen sind wahrlich kein Zuckerschlecken. Für Hugh Hefner hat eine wie sie aber natürlich immer Zeit. Und so soll Lindsay für die Ende Dezember erscheinende Ausgabe des Herrenmagazins alles gegeben respektive abgelegt haben. Alles!

Im US-Fernsehen überraschte Häschen-Chef Hefner mit der Nachricht, die Aufnahmen seien "sehr stilvoll" geworden. Was soll er auch sagen, wo er geschätzte 750.000 Dollar hierfür auf den Tisch blätterte! Dass der Lustgreis langsam an die Grenzen der Zurechnungsfähigkeit gelangt, bewies er aber nicht nur damit. Er stellte Lindsays Aufnahmen kurzerhand auf eine Stufe mit den berühmten Monroe-Akten des Fotografen Tom Kelly. Marilyns Rotieren im kalifornischen Grab soll zu heftigen Ausschlägen auf der nach oben offenen Richterskala geführt haben.