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Abgewatscht - die Promi-Satire: Cherie Blair und der Sexurlaub auf Balmoral

Oh Heilige Familie! Hochzeit, Kinder, Scheidung - in dieser Woche lassen unsere Promis mal wieder nichts aus. Helmut Kohl genießt das späte Glück, bei Charles und Camilla fliegen die Fetzen. Und Cherie Blair erzählt, wie ihr Tony sie unter den Augen der Queen schwängerte.

Von Stefan Mielchen

Sex and the City war gestern: Das Leben selbst ist die schönste Seifenoper! Etwa bei Helmut Kohl, der in einer Heidelberger Klinikkapelle seine zweite Ehe besiegelte. Juliane Weber, dem Altkanzler in allerlei Lebenslagen treu ergebene ehemalige Büroleiterin, dürfte geschäumt haben! Da kommt eine Jüngere daher, schnappt sich den Dicken - und hat sich nicht mal hochgeschlafen. Penetranz statt Penetration: Maike Richter ist am Ziel, Kohl spricht von einer seiner glücklichsten Stunden. Als Krönung des Ganzen müssen Sympathieträger wie Leo Kirch und Bild-Chef Kai Diekmann als Trauzeugen herhalten. Na danke!

Diekmann hinterließ mit seinem exklusiven Hofbericht im eigenen Blatt eine solche Schleimspur, dass man schon fürchtete, Kohl könne darüber ein zweites Mal stürzen: "Das Licht der Sonne fiel strahlend hell auf den Altar, gehauen aus einem uralten, massiven Eichenstamm", dichtet Diekmann, so ergriffen wie umnachtet. In feinster Gossenlyrik heißt es weiter: "Ein paar weiße Rosen, Margariten, der Torso einer Christusfigur an der Wand - still und würdig war die Stunde… ." Da wollen wir für die Heidelberger Klinik mal hoffen, dass der Heiland nicht wirklich als Torso an der Wand hing, Herr Chefredakteur, sondern als Korpus - Jesus wird wohl kaum ohne Gliedmaßen am Kreuz hängen.

Cherie Blair - auf Balmoral geschwängert

Tiefe Einblicke in glückliche britische Ehen liefern derzeit Ex-First-Lady Cherie Blair und Dauerthronfolger Charles. In den Blairschen Memoiren wird die Schwangerschaft der damals 45-Jährigen von A bis Z geschildert. Geschwängert hat der Premierminister seine Gattin 1999 auf dem Landsitz der Queen, dem schottischen Balmoral: "Wie immer war es dort oben bitterkalt, und dann kam eines zum anderen…" schildert Cherie, wie Tony erhitzt über sie kam. Und das ist nur die Spitze eines unappetitlichen Eisberges! Hätten wir noch Mittelalter, würde Elizabeth II. die Vulva-Poetin wohl auf der Stelle enthaupten lassen.

Da könnte sie im eigenen Haus allerdings gleich weitermachen. Bei Camilla und Charles hört man neuerdings das hässliche Wort Scheidung! Kurz zusammengefasst: Sie säuft seiner Meinung nach zu viel (Gin, Schampus) und tut nix, er wiederum tut eigentlich auch nix, erträgt aber nicht, dass sie ohne ihn säuft (in ihrem Landhaus aus erster Ehe) und obendrein die Gläser nicht spült. Romantik adé: Die Zeiten, als Charles seiner Camilla telefonisch ins Öhrchen hauchte, dass er gerne ihr Tampon wäre, sind vorbei. Mittlerweile soll Charles unter Depressionen leiden, aber außer Selbstmordgedanken auch eine attraktive Gärtnerin zur Therapie haben. Diana-Getreue reiben sich ungläubig die Augen. Geschichte wiederholt sich anscheinend doch!

Der Lichtblick der Woche heißt Linus Florian, wurde von einem echten CDU-Ministerpräsidenten gezeugt und seiner Zweitfrau ausgetragen. Wie modern Christian Wulff im Vergleich mit Helmut Kohl doch erscheint: Tochter aus erster Ehe, die Neue ist auch bereits Mutter, gemeinsam kommt ein weiteres Kind hinzu - Patchwork wie aus dem Lehrbuch! Ob Ursula von der Leyen das Elterngeld persönlich vorbeibringt, damit sich der nette Herr Wulff zwei Monate Auszeit für die Kindererziehung nimmt? Da könnte der karrierebewusste Möchtegern-Kanzler mal echte Modernität beweisen! Oder bleibt auch bei Wulff am Ende Mutti Bettina für Kind und Küche zuständig?

Bei Gina-Lisa sind die Brüste echt

Die Busenmeldung der Woche kommt von der gescheiterten Topmodel-Kandidatin Gina-Lisa. Einen Vergleich mit Brigitte Nielsen konterte das TV-Luder souverän: "Bei mir sind die Brüste noch richtig schön echt." Das "noch" haben wir übrigens gehört, Gina-Lisa! Sorgen bereitet hingegen das Schicksal von Sabrina Setlur, die sich auf der nach unten offenen Schlampenskala auf Augenhöhe mit Gina-Lisa bewegt. Die von Erfolglosigkeit verwöhnte Sängerin soll einer Freundin 41.000 Euro schulden und sich als Schreibkraft in Frankfurt über Wasser halten. Kleiner Tipp am Rande: Einfach mal die Kollegen von Tokio Hotel anrufen! Die Jungs haben gerade 20.000 Euro für sozial Benachteiligte gespendet.

War sonst noch was? Na klar: TV-Moderatorin Kim Fisher parkt offenbar recht gerne - vor allem falsch! Nach 236 Knöllchen muss sie nun zum Idiotentest. Selbiger würde zwar viel besser zu Schauspieler und Trash-Sänger Willi Herren passen, doch die Richter haben sich für Lindenstraßen-Olli etwas anderes überlegt: sechs Monate auf Bewährung wegen Fahrens ohne Führerschein! Schön, dass die drogenerprobte Stimmungskanone nicht hinter Gitter muss. Willi kann auch weiterhin seinen Ballermann-Fans auf Malle etwas vorgrölen. Wie wär's, frei nach Felix-Deluxe, künftig hiermit: "Mit einem Taxi zum Entzug…" Na denn: Prost!