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Anruf im Radio David Arquette palavert betrunken über Hitler


Die Themen waren "Grand Theft Auto" und Hitler. Völlig alkoholisiert hat US-Schauspieler David Arquette in einer US-Radioshow angerufen. Ex-Frau Courteney Cox ist gar nicht amused.
Von Jens Wiesner

Wer während einer nächtlichen Sauftour zum Telefonhörer greift, kann sich sicher sein: Der Kater am nächsten Tag wird doppelt unschön. Wie groß der Brummschädel bei David Arquette am Donnerstagmorgen war, wissen wir nicht. Doch spätestens als der US-Schauspieler die einschlägigen Klatschblätter aufschlug, dürfte ihm klar geworden sein, dass irgendetwas in jener Nacht ganz böse aus dem Ruder gelaufen war.

Arquette hatte gefeiert. Ordentlich offenbar und mit Stil. Guter Scotch und ein 1971 Dom Pérignon flossen seine Kehle hinunter. Schließlich galt es, seinen neuen Film zu begießen. Doch die Partygäste allein konnten das Mitteilungsbedürfnis des 42-Jährigen offenbar nicht befriedigen. Die emotionalen Dämme brachen, nur wohin mit all dem Ballast?

Arquette rief seinen Kumpel Howard Stern an. Der Radio-Moderator, eine Art US-amerikanischer Domian, hatte erst vor kurzem zugesichert, ihm auf seinem Weg aus der Alkoholsucht beizustehen. Doch Stern war nicht zuhause, sondern saß im Studio seines Senders Sirius XM-Radio. Arquette war es egal. Und sprach so ehrlich, wie es nur Betrunkene können.

"Ich bin total besoffen"

Das Gespräch begann harmlos. "Ich bin total besoffen", erklärte der Schauspieler seinem verdatterten Freund und hundertausenden Hörern, was diese auch leicht aus dem Kontext hätten erschließen können. Stern nannte er überschwenglich einen Gott und stellte fest, das beste Gefühl von allen könne nur "die Liebe" sein.

Einen wirren Themenschwenk später war Arquette beim kürzlich erschienenen Videospiel "Grand Theft Auto V" angelangt. "Ein verrücktes Spiel, viel zu gewalttätig", befand Arquette und riet stattdessen zum "Spiel der Liebe". Weil sowieso alle Menschen miteinander verbunden seien, egal welcher Religion sie angehörten.

Von Hitler zur Courteney in Sekundenschelle

Und dann kam Hitler. Der habe schließlich "das falsche Spiel" gespielt. "Alles, was ich von nun an sagen werde, ist kontrovers", erkannte Arquette selbst betrunken treffend. "Hört mir zu, hört mir, hört mir zu ... Ich sage später noch etwas zum N-Wort ... Aber Hitler hat sein Spiel gut gespielt." Der Diktator habe es geschafft, eine Menge Menschen davon überzeugt, bei seinem bösen Spiel mitzumachen. "Er war gut darin, aber hat das falsche Spiel gespielt", urteilte der 42-Jährige.

Doch kein betrunkener Anruf ohne gut gemeintes Liebesgeständnis. Seine Verflossene Courteney Cox nannte er den "großartigsten und schönsten Freund, den er jemals getroffen habe". Und ließ die Bombe platzen: Cox sei längst nicht mehr mit "Cougar Town"-Co-Star Star Brian Van Holt zusammen, sondern habe einen Neuen, der "sie liebt und sich um sie kümmert." Was ihn sehr freue.

Zweifelhaft, ob Courteney Cox diese Gefühle derzeit erwidern kann. Lieber David, falls es hilft und du zufällig diese Zeilen liest: Wir möchten dir von Herzen die Webseite "SMS von gestern Nacht" ans Herz legen. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

mit Agenturen

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