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Arnold Schwarzenegger: Ex-Terminator erlitt "seelische Schmerzen" durch Scheidung

Werbewirksame Reue: Pünktlich zur Veröffentlichung seiner Autobiografie "Total Recall" erzählt Arnold Schwarzenegger freimütig von den Qualen, die ihm die Trennung von Maria Shriver bereitete.

Gerade hat der Hollywoodstar und kalifornische Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger bei einer Pressekonferenz auf der Frankfurter Buchmesse seine Memoiren vorgestellt. Da passt es doch hervorragend, dass sich im Internet Auszüge aus einem Interview mit dem "Zeit-Magazin" verbreiten - ein Gespräch voller verkaufsfördernder Gefühlsbekundungen.

So erzählt der 65-jährige gebürtige Österreicher und Ex-Bodybuilder ganz freimütig von den Seelenqualen, unter denen er bei der Trennung von seiner Noch-Ehefrau Maria Shriver - nach 25 Jahren Ehe - litt: "Ich habe eine schwierige emotionale Situation durchgemacht, als der Skandal um meinen unehelichen Sohn öffentlich wurde: Das waren schlimme seelische Schmerzen", sagte Schwarzenegger dem Magazin in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview.

Zu sehen, wie eine Familie auseinanderbricht, sei eine der schwersten Prüfungen, die ein Mensch durchmachen könne, sagte der durch Actionfilme bekannt gewordene Schauspieler: "Seelischer Schmerz kann weitaus böser sein als körperlicher Schmerz." Trotz der Trennung verbringe er einige Zeit mit Maria Shriver, berichtete Schwarzenegger: "Jede Gelegenheit, einen friedlichen Tag miteinander zu verbringen, Weihnachten, Ostern, Valentinstag oder ein Geburtstag, nutzen wir. Wir machen viel gemeinsam." Sie beide sähen die Verantwortung, die sie für ihre Kinder trügen, sagte der gebürtige Österreicher.

Hoffnung auf Versöhnung noch nicht aufgegeben

In seiner kürzlich veröffentlichten Autobiografie "Total Recall" äußert Schwarzenegger die Hoffnung, trotz der laufenden Scheidung wieder mit Maria Shriver zusammenzukommen. In dem Buch schildert er erstmals ausführlich seine Affäre mit der Haushälterin Mildred Baena, mit der er 1996 den gemeinsamen Sohn Joseph zeugte. Nachdem dies im vergangenen Jahr ans Licht gekommen war, reichte Shriver die Scheidung ein.

Seine Wunsch könnte sich sogar erfüllen, denn wie das österreichische Wochenmagazin "News" berichtet, trägt Maria Shriver inzwischen wieder ihren auffälligen Ehering. Die Zeitschrift zeigte dazu Paparazzi-Bilder der 56-Jährigen, wie sie gerade einen Beautysalon in Kalifornien verlässt - und wertet diese als Versöhnungszeichen.

Sein neuester Plan: Professor werden

Auf der Frankfurter Buchmesse verkündete Schwarzenegger unterdessen, ein neues Lebenskapitel aufschlagen zu wollen: "Nach Terminator und Gouvernator kommt jetzt Educator", sagte er vor Hunderten von Schaulustigen. Er werde als Professor an dem nach ihm benannten "Institute on State and Global Policy" der Universität von Südkalifornien arbeiten, kündigte Schwarzenegger an: "Ich bin immer noch hungrig." Auch zu seinem spät eingestandenen Seitensprung fand er reumütige Worte: "Wer sich mit Erfolg schmückt, der muss auch mit seinen Fehlern ehrlich umgehen können", sagte Schwarzenegger. Er habe aus diesen Fehlern gelernt, sei wieder aufgestanden und habe den Dreck abgeschüttelt.

nw (mit AFP/DPA)