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Bob Geldof über seine Tochter: "Ich habe den Tod von Peaches fast erwartet"

Vor über anderthalb Jahren starb Peaches Geldof an einer Überdosis Heroin. Was für die Öffentlichkeit ein Schock war, kam für die Familie wenig überraschend, wie Bob Geldof nun erzählt.

Bob Geldof, Peaches Geldof

Bob Geldof mit seiner verstorbenen Tochter Peaches Geldof im Jahr 2009.

Als die tragische Nachricht am 7. April 2014 um die Welt ging, war die Öffentlichkeit geschockt: Peaches Geldof, erst 25 Jahre alt, wurde tot in ihrem Zuhause in Kent aufgefunden. Eine Obduktion ergab, dass die Mutter von zwei kleinen Söhnen eine Überdosis Heroin im Blut hatte. Besonders tragisch: Ihr jüngster Sohn Phaedra, damals gerade ein Jahr alt, wurde neben ihrer Leiche gefunden. Genau wie Peaches Geldof selbst müssen er und sein ein Jahr älterer Bruder Astala nun ohne ihre Mutter aufwachsen. Paula Yates war 2000 ebenfalls an einer Heroin-Überdosis gestorben, Peaches war damals elf Jahre alt.

Ihr Vater Bob Geldof gestand nun, dass er immer Angst davor hatte, dass seine Tochter jung sterben könnte. In einem Interview mit dem irischen Radiosender "RTE Radio 1" sprach er über seinen Schmerz. "Ein Teil von mir hat ihren Tod fast erwartet, um ehrlich zu sein. Die Art, wie sie gelebt hat - man konnte nichts tun", so der Musiker. Peaches Geldof galt als wildes Party-Girl, sie arbeitete als Moderatorin und Kolumnistin, war jedoch vor allem für ihre Auftritte auf roten Teppichen und Events bekannt. Zwar hatte sie sich wegen ihrer Drogenabhängigkeit behandeln lassen, wurde jedoch im Februar 2014 rückfällig, wie ihr Ehemann Thomas Cohen später aussagte.

Der Schmerz hört nicht auf

"Dass sie für immer 25 sein wird, das ist in meinem Kopf fast unerträglich. Denn das Klischee stimmt: keiner sollte seine Kinder sterben sehen", sagt Bob Geldof im Interview. Er warte darauf, dass der Schmerz aufhöre. Zeit heile nicht, sie könne nur lindern. Aber in diesem Fall lindere sie nicht. "Peaches ist jede Sekunde am Tag bei mir, kommt mir immer wieder in den Sinn. Sie ist sehr präsent", sagte Geldof.

Der 64-Jährige hat bereits in früheren Interviews darüber gesprochen, dass er sich am Tod seiner Tochter mitschuldig fühle. Er habe seit Jahren von ihrer Drogensucht gewusst.

sst