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Darlehen-Streit: Schweizer Verfahren gegen Boris Becker beendet - darum verzichtet Cleven auf Millionen-Klage

Eine Sorge weniger für Boris Becker: Sein ehemaliger Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven verzichtet auf ein weiteres Verfahren in der Schweiz. Sein Geld will er trotzdem zurück.

Boris Becker und Hans-Dieter Cleven

Boris Becker (r.) und Hans-Dieter Cleven 2004 bei einem Tennis-Match. Seit 2015 haben die beiden sich nicht mehr viel zu sagen.

Mehr als 41 Millionen Franken, das sind umgerechnet rund 36 Millionen Euro, gewährte er seinem einstigen Schützling: Der Schweizer Geschäftsmann Hans-Dieter Cleven verlieh über viele Jahre immer neue Darlehen an Boris Becker. 2015 verklagte Cleven die Tennislegende auf Rückzahlung von zehn Millionen Franken (heute 8,8 Millionen Euro) vor einem Gericht im Kanton Zug. Jetzt verzichtet der 75-Jährige auf weitere rechtliche Schritte gegen Becker – zumindest in der Schweiz.

Das Obergericht in Zug hatte die Klage Clevens bereits im vergangenen Jahr in zweiter Instanz abgewiesen. Der Grund dafür war, dass es das Gericht nicht als erwiesen ansah, dass ein Darlehen in Höhe von zehn Millionen Franken ordnungsgemäß gekündigt war. Clevens Anwalt teilte am Montag überraschend mit, dass sein Mandant auf weitere rechtliche Schritte in der Schweiz verzichten werde.

Boris Becker wird nicht in Lausanne verklagt

Unstrittig war laut Urteil, dass Cleven Becker Darlehen gewährt hatte. Der Umfang belief sich nach diesen Angaben Ende 2014 auf mehr als 41 Millionen Franken. Jedoch konnte Cleven nicht belegen, dass er ein Darlehen in Höhe von umgerechnet 8,8 Millionen Euro ordnungsgemäß gekündigt hatte. Um seine Forderung durchzusetzen, hätte Cleven in dritter und letzter Instanz das Bundesgericht in Lausanne anrufen müssen. Dazu kommt es nun nicht mehr.

Cleven will sein Geld in London zurück

Warum verzichtet Cleven auf diese Möglichkeit? Statt in der Schweiz will der Geschäftsmann seine Forderungen gegen Becker nun beim Insolvenzverfahren in London durchsetzen. "Ein rechtskräftiges Urteil in der Schweiz wäre zeitlich kaum vor Beendigung des englischen Insolvenzverfahrens zu erwarten gewesen und hätte demnach, egal mit welchem Ergebnis, aus Sicht von Dr. Cleven nichts bewirkt", sagte sein Anwalt dazu. Das Insolvenzverfahren gegen Boris Becker in Großbritannien könnte noch in diesem Jahr beendet werden.

mai
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.