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Interview in Schweizer Zeitung: Boris Becker über Finanzen: "Mein Geschäft ist meine Marke und die brennt gerade"

Boris Becker hat erstmals ausführlich über seine Finanzen gesprochen: Trotz des Insolvenzverfahrens gegen ihn sieht der ehemalige Tennis-Profi in der Zukunft große Chancen. Er habe zahlreiche Werbe-Angebote vorliegen, sein Name sei immer noch heiß. 

Boris Becker

Boris Becker hat in einem Interview erstmals ausführlich über seine Finanzen gesprochen

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Streit ums liebe Geld: Tennis-Legende Boris Becker betrachtet seine derzeitige Lage als Möglichkeit für einen Neustart. "Ich sehe meine aktuelle Situation als große Chance, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen und meine Zukunft neu zu gestalten. Das bin ich meiner Familie schuldig", sagte Becker in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung". Es sei aber gerade keine schöne Zeit.

Der Wahl-Londoner steckt in einem Insolvenzverfahren. Eine englische Privatbank habe Forderungen in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro plus Zinsen, sagte Becker. "Die Forderung an und für sich bestreite ich nicht. Wir sind uns aber über die Höhe der Zinsen nicht einig." Er sei jedoch nicht pleite. Seine Firmen Becker Private Office in Großbritannien und BB SARL in der Schweiz seien nicht direkt betroffen. Becker liegt auch im Streit mit Ex-Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven um Darlehensrückzahlungen in Millionenhöhe.

Boris Becker hofft, aus dem Tiefschlag Profit ziehen zu können

Becker sieht seine Zukunft zuversichtlich: "Ich habe auf meinem Schreibtisch viele neue Werbeverträge liegen, weil Firmen merken: Der Name Boris Becker ist heiß", sagte der dreifache Wimbledonsieger. "Man kann mit einem Schuss Humor unglaublich viele gute Werbeslogans finden aus den letzten vier Monaten. Die Schauspielerin Elizabeth Taylor hat einmal gesagt: 'No news is bad news'." Er könne nicht jedes Jahr Wimbledon gewinnen und nicht jedes Jahr heiraten. "Aber mein Geschäft ist meine Marke, und die brennt gerade", sagte Becker der Schweizer Zeitung und meint damit, dass es gut läuft. Wer Publizität suche, engagiere ihn. 

Lilly und Boris Becker


dpa/sst