VG-Wort Pixel

Medienberichte Vormundschaft bleibt bestehen – Britney Spears scheitert mit Antrag gegen Vater

Britney Spears blickt erst in die Kamera
Britney Spears muss weiter um ihre Eigenständigkeit kämpfen
© Xavier Collin/Image Press Agency/ImageCollect
Niederlage für Britney Spears: Trotz der dramatischen Aussage der Sängerin hat eine Richterin ihren Antrag Medienberichten zufolge abgelehnt, die Vormundschaft durch den Vater zu beenden. Der Streit darum dürfte aber nicht beendet sein.

Eine Woche nach der emotionalen Aussage von US-Popsängerin Britney Spears vor Gericht ist ihr Antrag auf Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters laut mehreren Medienberichten abgelehnt worden. Die am Mittwoch (Ortszeit) gefällte Entscheidung eines Gerichts in Los Angeles beziehe sich auf den Antrag von Spears' Anwalt vom November, berichteten der Nachrichtensender CNN und der "Guardian" unter Berufung auf die Gerichtsakten. Spears' Aussage in der vergangenen Woche, die weltweit Aufmerksamkeit erregt hatte, spielte bei der Entscheidung demnach keine Rolle. Auch dürfte der Streit um die Vormundschaft nicht beendet sein.

Der Anwalt hatte gefordert, die Treunhandgesellschaft Bessemer Trust zum Vormund der Sängerin zu machen und ihrem Vater Jamie Spears die Vormundschaft zu entziehen. Dieser Antrag wurde nun zurückgewiesen. Laut CNN bestätigte der Anwalt des Vaters dem Sender die aktuelle Gerichtsentscheidung. 

Jüngste Aussage von Britney Spears spielte bei der Entscheidung keine Rolle

Spears Aussage vor Gericht vor einer Woche berücksichtigte Richterin Brenda Penny dabei laut CNN nicht. Spears' Vater hat beantragt, die Anschuldigung der Sängerin, ihr sei Lithium verabreicht worden und sie habe gegen ihren Willen Auftritte absolvieren müssen, zu überprüfen.

Wegen psychischer Probleme war Spears 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter und regelt seither ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Laut CNN geht es um ein Vermögen der Sängerin von 60 Millionen US-Dollar.

Unter der Vormundschaft des Vaters kehrte Spears rasch auf die Bühne zurück. Sie veröffentlichte drei Alben, trat in verschiedenen Fernsehshows auf und übernahm sogar eine Dauershow in Las Vegas. Im Januar 2019 sagte sie jedoch alle Auftritte ab.

Vor Gericht sagte die Sängerin am Mittwoch vergangener Woche in einer 20-minütigen Stellungnahme, sie sei "traumatisiert" und "deprimiert", dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Seine Vormundschaft sei "missbräuchlich". 

So sei es ihr verweigert worden, ihre empfängnisverhütende Spirale entfernen zu lassen, obwohl sie sich weitere Kinder wünsche. Die Ärzte hätten sie zudem zwangsweise auf Medikamente gesetzt, die sie wie "betrunken" machten. "Ich will nur mein Leben zurück", appellierte Spears an die Richterin.

Verfahren um das Ende der Vormundschaft ist damit aber wohl nicht beendet

Die jetzt bekannt gewordene Entscheidung des Gerichts wird Medienberichten zufolge nicht als Reaktion auf den Wunsch der Sängerin gesehen, sich komplett aus der Vormundschaft zu lösen. Denn darüber könne das Gericht erst entscheiden, wenn Spears einen entsprechenden Antrag stelle, so die "Welt". Nun sei erst einmal über ihren Antrag entschieden worden, die private Vermögensverwaltungsgesellschaft Bessemer Trust zu ihrem einzigen Betreuer zu ernennen. Es werde erwartet, dass Spears Anwalt nun einen Antrag auf komplette Beendigung der Vormundschaft einreicht.

Mit Hits wie "... Baby One More Time", "Oops!... I Did It Again" und "Toxic" war Britney Spears Anfang der 2000er Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Danach häuften sich bei ihr berufliche und private Rückschläge. Nach ihrer Scheidung von Kevin Federline im Jahr 2006 und dem Verlust des Sorgerechts für ihre beiden Kinder wurde sie von Paparazzi barfuß und mit kahlgeschorenem Kopf an einer Tankstelle abgelichtet.

Das öffentliche Interesse an dem Vormundschaftsstreit wurde durch den Dokumentarfilm "Framing Britney Spears" angeheizt, der die rechtliche Entmündigung des Popstars nachzeichnet. Unter dem Hashtag #FreeBritney fordern Spears' Fans ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters.

Quellen: AFP, CNN, "The Guardian", "Welt"

Medienberichte: Vormundschaft bleibt bestehen – Britney Spears scheitert mit Antrag gegen Vater

Sehen Sie im Video die frühere Aussage der Sängerin: Britney Spears will die umstrittene mehr als 13-jährige Vormundschaft ihres Vaters beenden. Das sagte die Popsängerin vor einem Gericht in Los Angeles aus.

anb AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker