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"Lindenstraße"-Darsteller "Ein Drama": Christian Kahrmann spricht unter Tränen über seine Corona-Erkrankung

Christian Kahrmann zu Gast bei "Zervakis & Opdenhövel. Live."
Christian Kahrmann zu Gast bei "Zervakis & Opdenhövel. Live."
© ProSieben
Schauspieler Christian Kahrmann erkrankte im Frühjahr an Corona und lag fast drei Wochen im Koma. In der ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel. Live." berichtete er, wie schlecht es ihm immer noch geht.

Mitte März dieses Jahres erkrankte Schauspieler Christian Kahrmann schwer an Covid-19. Der 49-Jährige musste mit Atemnot und 41 Grad Fieber in eine Berliner Klinik eingeliefert werden und lag 17 Tage auf der Intensivstation im künstlichen Koma. Nach rund drei Monaten im Krankenhaus wurde er Mitte Juni entlassen und machte anschließend eine Reha.

Wie sehr ihm die Folgen der Erkrankung noch immer zu schaffen machen, schilderte Kahrmann nun bei einem Auftritt in der ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel. Live". Er habe "Muskel- und Gliederschmerzen, Nervenschmerzen sowie taube Füße", zudem leide er an Schlaflosigkeit und plötzlichen Erschöpfungsanfällen, sagte der frühere "Lindenstraße"-Darsteller. Auch seine Organe und sein Blut seien nachhaltig geschädigt. Kahrmann ist Long-Covid-Patient.

Christian Kahrmann und seine Familie hatten Corona

In der Sendung wurde ein Film eingespielt, der Kahrmanns Leidensweg dokumentiert. Darin erzählt er unter anderem, dass er 20 Kilo abgenommen hat und bis vor Kurzem noch auf einen Rollator angewiesen war, weil er nicht mehr selbständig laufen konnte. Zudem hat er Narben an Kinn und Wange davon getragen.

"Die sind von dem Tubus, den ich im Rachen hatte. Ich wurde acht Stunden am Tag auf den Bauch gelegt, um die Lunge zu entlasten. Der Tubus drückt auf das Kinn und dann ist irgendwann die Haut aufgeplatzt. Der Schmiss an der Wange ist von dem kleinen Schlauch, der den Sauerstoff in den Tubus reinführt", sagte Kahrmann. Mehrfach bricht er in Tränen aus, als er von seiner Corona-Erkrankung berichtet und einen Arzt sowie eine Pflegerin wiedertrifft, die ihm das Leben gerettet haben. 

Kahrmann musste jedoch nicht nur eine schwere Corona-Erkrankung verkraften, sondern auch den Tod seiner Eltern. Sein Vater Gerd starb im März, seine Mutter Ute erlag im Juni einem Krebsleiden. "Es ist die Tragödie meines Lebens", sagte Kahrmann im Juli der Zeitschrift "Bunte", widersprach aber zugleich Berichten, dass er für den Tod seiner Eltern verantwortlich sei.

"In der Familie hatten wir alle, also meine Eltern, meine ältere Schwester Bettina und ich, Corona. Deshalb kann man nicht zurückverfolgen, wer wen angesteckt hat. Und man kann schon gar nicht behaupten, dass ich meinen Vater und meine Mutter angesteckt habe und schuld am Tod meiner Eltern bin", so Kahrmann. Der Verlust der Eltern war in seiner Situation ein zusätzlicher Schock. Von seinem Vater konnte er sich nicht einmal verabschieden: Er starb während Kahrmann selbst im Koma lag.

Quelle:  ProSieben "Zervakis & Opdenhövel. Live."

jum

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