Collien Fernandes "Paris Hilton ist einfach nur blöd"


Paris Hilton und Nicole Richie haben es vorgemacht, jetzt ziehen auch die Viva-Moderatorinnen Gülcan Kamps und Collien Fernandes nach: Für ProSieben zogen sie für drei Wochen auf den Bauernhof. Im Interview mit stern.de verrät Fernandes, wie man Kühe melkt und Gülcan erträgt.

Collien, erzählen Sie mal: Wie melkt man eigentlich eine Kuh?

Also das ist ganz schön schwer. Wir haben das erst nach zwei Wochen gelernt. Jeder hatte da seine eigene Technik, Oma Anni, Opa Konrad, Konrad Junior und Roswitha. Ich habe sie alle ausprobiert und habe an diesen armen Kühen gezogen wie sonstwas. Nach zwei Wochen kam dann endlich Milch. (An dieser Stelle erklärt Collien stolz ihre Technik, Zeigefinger hier, Euter da und Daumen dort. Wer's ganz genau wissen will muss sich Colliens Euter-Aktion auf ProSieben anschauen)

Wie viel Geld musste Ihnen ProSieben bieten, damit Sie sich morgens um 5.30 Uhr beim Melken und Stall ausmisten filmen lassen?

Viel, sehr sehr viel Geld (lacht). Anders als Gülcan musste man mich erstmal überzeugen.

Und Gülcan war sofort dabei?

Es war ihre Idee! Gülcan rief mich irgendwann an und meinte: "Du ich habe eine Wahnsinnsidee, halt dich fest". Da läuteten bei mir schon die Alarmglocken. Als sie dann sagte "Wir ziehen für drei Wochen auf den Bauernhof", dachte ich: niemals! Am Anfang war ich sehr skeptisch. In Gülcans Kopf wächst viel Mist zusammen. Da darf man nicht immer alles so ernst nehmen. Gülcan hat einfach keine Hemmschwelle.

Gülcan hat sich ja bereits im letzten Jahr bei ihrer Hochzeit mit Kamps-Erbe Sebastian von Kameras begleiten lassen. Jetzt das. Ist ihr langweilig?

Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Gülcan kommt so manches Mal auf Ideen, bei denen man sich fragt: Wie bitteschön konnte das denn jetzt wieder in ihrem Kopf entstehen? Das gefährliche ist: Wenn Gülcan mal etwas Zeit hat um nachzudenken, kommt nur Blödsinn heraus.

Was hat Sie letzlich überzeugt mitzumachen?

Nachdem auch ProSieben total begeistert von der Idee war und nach diversen Gesprächen dachte ich mir, ich muss diesen Leuten einfach vertrauen. So schlimm wird es schon nicht werden.

Das Vorbild der Doku-Soap kommt aus den USA, hieß "Simple Life" und lief mit Paris Hilton und Nicole Richie. Wie viel Paris steckt in Ihnen?

In mir? Ich hoffe doch gar nichts! Ich kenne sie ja ein bisschen und ich muss sagen, ich verstehe dieses Phänomen "Paris" überhaupt nicht. Die ist ja noch nicht einmal unterhaltsam. Paris Hilton ist einfach nur wortkarg und blöd...

Also wird Ihre "Tussies auf dem Land"-Version besser?

Es wird lustiger, weil es einfach viel mehr Situationskomik gibt. Bei Paris und Nicole gab es ja eigentlich nur gestellte Situationen.

Zwischen Paris Hilton und Nicole Richie gab es allerlei Zickenkrieg. Wie ist es bei Ihnen?

Wir sind sehr gut befreundet. Ich bin gerne mit Gülcan zusammen. Und das, obwohl wir eigentlich das komplette Gegenteil voneinander sind. Wenn ich etwas schön finde, findet Gülcan es hässlich und umgekehrt. Sie steht zum Beispiel auf geschniegelte Typen, ich mag lieber etwas abgerockte. Gülcan geht in Schnöselclubs, ich in die Panoramabar. Sie hört Scooter, ich höre Rockmusik. Auch die Klamotten: Gülcan rennt mit Glitzerkleidchen und High Heels rum, ich trage lieber Stiefel und bequeme Kleider. Wie könnten unterschiedlicher nicht sein.

Dann halten Sie von Gülcans "Schnösel"-Mann auch nicht besonders viel?

Als Gülcan das erste Mal Sebastian mitgebracht hat, dachte ich das kann ja nichts werden, das hält nicht lange. Aber mittlerweile finde ich, dass die beiden ein super Paar sind. Sie ergänzen sich. Da passt einfach alles. Sie sind wie ein altes Ehepaar, als wären sie seit 20 Jahren verheiratet. Sie erinnern mich an meine Eltern.

Nach drei Wochen Landleben: Mit wem kommen Sie besser klar: Mit Tieren oder mit Menschen?

Ich dachte ja immer, ich könne mit Tieren und Kindern überhaupt nicht. Doch die drei Wochen haben mich was anderes gelehrt. Ich hatte dort einen Riesenspaß mit den Kindern.

Hat die Landluft etwa ihre Muttergefühle geweckt?

Meine Mutter hat mir immer gesagt ich wäre komplett unfähig und würde niemals Kinder kriegen. Und das nur, weil ich bei mir zu Hause keine Pflanze länger als zwei Monate am Leben halten kann. Aber jetzt weiß ich, ich würde sowas ganz gut hinkriegen. Ja, der Aufenthalt hat definitiv meine Muttergefühle geweckt.

Was war nerviger auf dem Bauernhof: Morgens von den Hühnern geweckt zu werden oder Gülcans Schnattern?

Also Gülcan redet wirklich extrem viel und schnell. Auch während der drei Wochen - ohne Pause. Irgendwann habe ich einfach nicht mehr zugehört und meine Ohren zugeklappt. Von Zeit zu Zeit habe ich dann ein "Mmh", "Ja", "Aha" eingeworfen. Und Gülcan merkt das ja auch nicht mal, das ist das Gute. Irgendwann, so zwei bis drei Stunden später, wenn sie's merkt, sagt sie: "Oh Mann, du bist ja genauso wie Sebastian!". Also der scheint es auch nur so auszuhalten...

Interview: Katharina Miklis


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker