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Daul Kim: Topmodel tot aufgefunden

Sie stand für Chanel auf dem Laufsteg und ihr wurde eine internationale Karriere vorhergesagt: Daul Kim, südkoreanisches Topmodel, ist tot in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden worden. Spekulationen zufolge hat sie den Druck der Modeindustrie nicht mehr ausgehalten und beging Selbstmord.

Das südkoreanische Topmodel Daul Kim ist tot in seiner Wohnung in Paris gefunden worden. Das hat ihre Modelagentur am Freitagmorgen bestätigt. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums in Seoul haben französische Polizisten die 20-Jährige am Donnerstag leblos in ihrer Wohnung entdeckt. Unbestätigten Berichten zufolge beging Kim Selbstmord. Sie soll sich erhängt haben, weil sie dem Druck der Modewelt nicht mehr standgehalten habe.

Das erfolgreiche Model, das unter anderem für die Designhäuser Chanel, Dries van Noten und Maison Martin Margiela auf dem Laufsteg stand, führte in einem eigenen Blog mit dem Namen "Like To Fork Myself" Tagebuch. Am 30. Oktober schrieb Kim, sie sei deprimiert und überarbeitet. An anderer Stelle schrieb sie, sie fühle sich wie ein Geist. Der letzte Eintrag stammt vom 18. November, einen Tag vor ihrem Tod. Unter dem Titel "Say hi forever" ("Sag für immer Hallo") postete Kim ein Video des Songs "I Go Deep" des britischen Sängers Jim Rivers.

"Sie war ein fantastisches Model und allen eine großartige Freundin", heißt es in einer Mitteilung ihrer Agentur "Next". "Bitte respektieren Sie die Privatsphäre ihrer Familie in dieser Zeit der Trauer. Wir werden sie alle sehr vermissen."

Kim war eines der gefragtesten Mannequins bei den Modenschauen in Paris, London, Mailand oder New York. Sie war für ihre zeitweise blond gefärbte Haarmähne und ihren leicht verschrobenen Stil bekannt. Noch bei der New York Fashion Week im September führte sie für das "New York Magazine" ein Videotagebuch, in dem sie verriet, dass sie gerne Tolstoy lese und für Klaus Kinski schwärme. Kim arbeitete nicht nur auf dem Laufsteg, sondern auch als Malerin und Videofilmerin. Als Hobby gab sie häufig "Gabeln sammeln" an.

Mai/AP / AP