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Erste Ehefrau des Ex-Präsidenten Donald Trump richtet Friedhof auf seinem Golfplatz ein: So trist ist das Grab von Ivana Trump

Ivana Trump
Sie wäre wohl wenig angetan von ihrer letzten Ruhestätte: Ivana Trump zu Lebzeiten.
© Alexander Hassenstein / Bongarts / Getty Images
Zu Lebzeiten glamourös, nach dem Tod gezwungenermaßen bescheiden: Donald Trumps erste Ehefrau Ivana wurde auf einem seiner Golfplätze beerdigt – vom Pomp vergangener Zeiten ist nichts mehr übrig.

Schwer zu glauben, dass in dieser Ruhestätte ein ehemaliges Mitglied der New Yorker High Society begraben ist. Rund zwei Wochen nach dem Unfalltod von Donald Trumps erster Ehefrau Ivana fand nun die Beerdigung statt. Das Grab entspricht allerdings überhaupt nicht dem luxuriösen Leben, dass Ivana geführt hat – und sorgt weltweit für großes Aufsehen.

Trister Erdhaufen statt Luxus-Grabstätte

Die Ruhestätte von Ivana Trump befindet sich auf dem Gelände des Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey. Die Bilder des Fotografen Daniel William McKnight gehen um die Welt. Zu sehen ist ein frisches Grab am Rande eines Waldstücks, ein kleiner, weißer Blumenstrauß und eine kurzgehaltene Plakette. Darauf steht: "Ivana Trump, February 20, 1949, July 14, 2022". Es gibt keine Dekoration, keine Grabplatte, nicht einmal einen Grabstein. Letzteres ist damit zu erklären, dass sich für das Aufstellen eines Grabsteins zunächst die Erde setzen muss. Das kann mehrere Wochen bis Monate dauern, je nach Größe der Aushebung und den Eigenschaften der jeweiligen Erde.

Immerhin: The "New York Post" berichtet, dass das Grab sich an einer Stelle des Platzes befindet, wo keine Golfer spielen. Vielmehr liegt es in der Nähe des Clubhauses und schon 2007 soll Trump laut einem Artikel der "Daily Mail" davon gesprochen haben, diesen Teil des Golfplatzes zu einem Friedhof für seine Familie umzubauen und dort ein Mausoleum errichten zu wollen. Seit 2014 hält Trump die Lizenz, dort einen Friedhof für 10 Personen zu errichten. Dafür sollen 530 Quadratmeter reserviert sein – und der ehemalige Präsident will dort selbst begraben werden.

Ein Friedhof spart Steuern – Ziegen auch

Ursprünglich wollte der Ex-Präsident dort Platz für 1000 Personen schaffen und es Mitgliedern seines Golfclubs ermöglichen, sich ein Grab zu sichern. Mit diesen Plänen scheiterte Trump bei der Stadt, aktuell soll es um eine Erweiterung auf rund 300 Gräber gehen, heißt es. Die Aufnahme im Bedminster Club soll 350.000 US-Dollar kosten, die jährlichen Mitgliedgebühren wohl zwischen 14.000 und 25.000 US-Dollar liegen.

Der Familienfriedhof auf dem Golfplatz soll wohl nicht ganz uneigennützig sein, schreibt "Parish & Company". Denn ein Friedhof kostet in New Jersey deutlich weniger Steuern als ein Golfplatz – und durch das Grab und die Lizenz, handelt es sich bei dem Anwesen nun um einen solchen. Einen ähnlichen Hintergrund hat wohl auch die Haltung von acht Ziegen auf dem Gelände – denn damit gilt das Anwesen auch als landwirtschaftliche Fläche, die ebenfalls weniger Steuern kostet, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Und ganz nebenbei halten die Tiere umweltfreundlich den Rasen kurz.

Quellen: New York Post, Daily Mail, Sportscasting, Parish Investments, Wall Street Journal


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