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Twitter-Fehde Donald Trump legt sich mit Lady Gaga an, die poltert zurück

Lady Gaga
Lady Gaga unterstütz Joe Biden im US-Wahlkampf.
© Jordan Strauss/Invision/AP / DPA
Donald Trump hat eine neue Lieblingsfeindin: Auf Twitter legte er sich mit Lady Gaga an, bezeichnete die Unterstützerin von Joe Biden als "Anti-Fracking-Aktivistin". Das ließ Gaga nicht auf sich sitzen.

Kurz nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2017 standen die Zeichen bei ihr auf Versöhnung. Lady Gaga trat in der Halbzeitshow des Super Bowl mit einer klaren Botschaft an: Wir sind eine unteilbare Nation, ganz egal wen wir gewählt haben. Doch fast vier Jahre unter Präsident Trump später, scheint sich ihre Meinung dazu grundlegend geändert zu haben. 

Lady Gaga unterstützt Trump-Herausforderer Joe Biden bei dessen Wahlkampfauftritten, soll am Montag mit ihm zusammen in Pennsylvania auf der Bühne stehen. Doch die Republikaner versuchen die prominente Unterstützung für sich auszuschlachten - und greifen Lady Gaga scharf an.

Trump-Team mit Fracking auf Stimmenfang

"Nichts stellt die Verachtung Joe Bidens für die vergessenen arbeitenden Männer und Frauen von Pennsylvania derart zur Schau wie ein Wahlkampfauftritt mit der Anti-Fracking-Aktivistin Lady Gaga", schrieb der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtough, auf Twitter. Er spielt damit auf eine Aktion der Sängerin an, die bereits acht Jahre zurück liegt.

Damals unterstütze Gaga die Lennon-Witwe Yoko Ono im Kampf gegen das sogenannte Fracking, bei dem Chemikalien zur Erdölgewinnung in den Boden geleitet werden. Die Methode ist umstritten, kann zur Verseuchung des Grundwassers führen. Trump persönlich legte am Montag nach und bezeichnete die Sängerin bei Twitter als "Anti-Fracking-Aktivistin".

Lady Gaga poltert zurück

Gaga konterte die Vorwürfe mit Häme. Da Biden in dem umkämpften Swing State Pennsylvania (PA) in den Umfragen mit fünf Prozentpunkten führt, twitterte sie: "Heeey Donald ... Winning" und rief ihre Anhänger erneut dazu auf, Joe Biden zu wählen. Außerdem schrieb sie: "Behaltet eure Jobs, PA" - was eine Anspielung auf die Behauptungen des Trump-Wahlkampfteams ist.

Das hatte Biden vorgeworfen, Fracking verbieten zu wollen und damit angeblich 600.000 Jobs in dem Ölstaat zu vernichten. Das ist jedoch falsch. Biden hatte zwar Fracking kritisiert, doch um die USA unabhängig von Erdölimporten zu halten, will auch er die Anwendung nach eigenen Aussagen fortsetzen.

mai

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