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Dreh in Kanada: Lindsay Lohan bangt um ihre Arbeitserlaubnis

Therapie erfolgreich beendet, Bewährung voraussichtlich ausgesetzt. Lindsay Lohan kann durchatmen und wieder arbeiten. Wenn da bloß nicht diese zähen kanadischen Zollbeamten wären ...

Von Frank Siering, Los Angeles

Einmal noch muss Lindsay Lohan am heutigen Donnerstag vor Bewährungsrichterin Stephanie Sautner antreten. Einmal noch muss sie devot mit dem Kopf nicken, bevor sie aller Voraussicht nach ihre Bewährung erfolgreich abschließen kann.

Dann endlich soll es wieder losgehen, der Start in ein neues Leben. Lohan ist so zuversichtlich wie nie zuvor: Sie hat all ihre vom Gericht eingeforderten 18 Therapiesitzungen erfolgreich abgeschlossen, sie ist solide geworden, hat ihr wildes Partyleben hinter sich gelassen.

Freunde des einstigen Kinder-Stars berichten, die Therapiesitzungen hätten sie verändert und sie habe durch verschiedene Techniken gelernt, mit schwierigen Situationen heute besser umgehen zu können. Also: Keine Ladendiebstähle mehr, kein Alkohol am Steuer. Lilo ist erwachsen geworden. Der jüngste kleine Zwischenfall, ein angeblich verursachter Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, eine kurze Erinnerung an alte Gepflogenheiten - mehr wohl nicht. Von ihren PR-Experten gekonnt vom Tisch gewischt, ohne Konsequenzen für die Porsche-Fahrerin Lohan.

Back to business

Nun also wieder an die Arbeit. Und das mit großen Ankündigungen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die 25-Jährige eine Gastrolle in der TV-Serie "Glee" akzeptiert habe. Sie soll in einer Episode eine Jurorin bei den nationalen Cheerleading-Wettkämpfen spielen. Lohan über ihren Glee-Gastauftritt: "Ich bin ein Fan der Show und allein deshalb freue ich mich natürlich total darauf."

Der Job, der sie zurück ins Rampenlicht schießen soll, ist allerdings ein anderer. Lohan wurde für den Sender Lifetime in dem Fernsehfilm "Liz and Dick" als junge Liz Taylor gecastet. Ein Job, den sie nur dann bekommen sollte, wenn es keine weiteren Konflikte mit dem Gesetz geben würde.

Richterin entscheidet über Lohans Zukunft

Als jetzt bekannt wurde, dass der Streifen - wohl auch, um Produktionskosten sparen zu können - in Kanada abgedreht werden soll, musste Lohan dann doch noch einmal tief schlucken. Denn ausgerechnet kanadische Behörden sind sehr pingelig, wenn es darum geht, vorbestrafte Künstler in ihr Land einreisen zu lassen. Lohans Strafregister mit zwei "DUIs" ("Driving under the Influence", Alkohol am Steuer) sowie einer Verurteilung wegen Diebstahls hilft nicht gerade, wenn es um die Ausstellung einer Arbeitserlaubnis in Kanada geht. Sollte also am Donnerstag die Richterin Lohan weiterhin unter strikten Bewährungsauflagen halten, dann dürfte das wohl das Aus für Lohans Liz Taylor-Träume bedeuten.

Davon geht Lohans Anwältin allerdings nicht aus. Shawn Holley verbrachte den gesamten Mittwoch damit, "meterweise Anmeldeformulare auszufüllen", wie sie selbst sagte. Damit auch die letzte Hürde für das große Comeback einer der schillerndsten Skandalnudeln, die Hollywood in den jüngsten Jahren gesehen hat, genommen werden kann.