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Einstweilige Verfügung: Thomas Anders darf nicht mehr über seine Ex lästern

In seiner Autobiografie wollte Ex-Modern-Talking-Star Thomas Anders auspacken: über das Musikbusiness, Dieter Bohlen und nicht zuletzt über seine Ex-Frau Nora. Die fand das allerdings gar nicht komisch und zog vor Gericht - mit Erfolg.

Der ehemalige Modern-Talking-Sänger Thomas Anders muss sich künftig bei Aussagen über seine frühere Frau Nora zurückhalten. Das Landgericht Koblenz gab am Freitag einem Antrag der Klägerin auf Einstweilige Verfügung gegen Anders' Autobiografie "100 Prozent Anders" statt. Somit sind dem Sänger bestimmte Aussagen aus dem Buch über sie zunächst verboten. Im Falle einer Zuwiderhandlung wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro festgesetzt. Anders wirft seiner Ex-Gattin in seiner Autobiografie unter anderem Verschwendungssucht vor.

Während Nora, die 14 Jahre mit Anders verheiratet war, zur Verhandlung erschien, kam Anders nicht zum Prozess, obwohl das Gericht das Erscheinen beider Beteiligten angeordnet hatte. Die Seite von Thomas Anders hatte zudem einen Befangenheitsantrag gegen sämtliche Kammermitglieder gestellt.

Vor sechs Jahren hatte Thomas Anders in einem ähnlichen Fall noch auf der anderen Seite gestanden. Im Oktober 2005 endete damals die juristische Schlammschlacht zwischen dem Sänger und seinem früheren Modern-Talking-Kollegen Dieter Bohlen zu Anders' Gunsten. Er sah sich durch Passagen in Bohlens Buch "Hinter den Kulissen" verleumdet. Auch andere Prominente wie "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa hatten ihre Persönlichkeitsrechte verletzt gesehen. In zweiter Auflage erschien der Bestseller teils geschwärzt und überarbeitet.

mlr/DPA / DPA
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