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Feminismus-Debatte: Emma Watson: "Was haben meine Titten damit zu tun?"

Emma Watson oben ohne: Wegen eines Fotos für die "Vanity Fair" steht die Schauspielerin unter Beschuss von Feministinnen. In einem Interview setzt sie sich nun zur Wehr.

Zeigt auf einem Foto für das US-Magazin Vanity Fair ein bisschen ihrer Brust: Schauspielerin Emma Watson

Kann eine Frau für Gleichberechtigung einstehen, wenn sie sich gleichzeitig halbnackt in einem Magazin zeigt? Nein, meinen einige Feministinnen und haben Emma Watson wegen ihrer freizügigen Fotos in der neuen Ausgabe der US-Zeitschrift "Vanity Fair" scharf angegriffen. Doch die gescholtene Britin wehrt sich. 

"Feminismus ist kein Stock, mit dem man andere Frauen schlagen kann", sagte Watson in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. Es gehe darum, dass Frauen die Wahl hätten, erklärte Watson. Die Debatte zeige, wie viel Irrglaube es über Feminismus gebe. "Es geht um Freiheit, um Befreiung, um Gleichberechtigung. Ich weiß wirklich nicht, was meine Titten damit zu tun haben."

Emma Watson im Bolero-Jäckchen - zu viel!

Watson hatte sich für die "Vanity Fair" von Fotograf Tim Walker ablichten lassen. Anstoß erregte vor allem ein Foto von ihr in einem grobmaschigen, weißen Bolero-Jäckchen von Burberry. Da die 26-Jährige nichts darunter trug, waren teilweise ihre Brüste zu sehen. Das Foto führte zu bösartigen und teilweise hämischen Reaktionen.

"Beauty and the breasts" (Die Schöne und die Brüste) titelte in Anspielung auf Watsons neuen Film "Die Schöne und das Biest" die Boulevardzeitung "The Sun". Die Londoner Radiomoderatorin Julia Hartley-Brewer warf Watson nach der Veröffentlichung der Fotos vor, eine Heuchlerin zu sein. Watson beklage, Frauen würden nicht ernst genommen und stattdessen sexualisiert. Gleichzeitig würde sie aber mit ihren Fotos zur Sexualisierung beitragen. 

Dan Stevens verteidigt Emma Watson

Schauspiel-Kollege Dan Stevens brachte es im BBC-Interview auf den Punkt: "Was haben die Leute über dich gesagt?", fragte er Watson. "Dass ich keine Feministin sein könne und ...", "Brüste haben", ergänzte Stevens. "... und Brüste haben", wiederholte Watson. Mit diesem kurzen Dialog stellten Watson und Stevens die Feminismus-Debatte ad absurdum.

mai