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Familienstreit: Michael Jacksons Testament soll gefälscht sein

Auch drei Jahre nach dem Tod des King of Pop geht das Gezerre um sein Erbe und seine Kinder weiter. Sein Bruder Randy Jackson zweifelt nun die Gültigkeit seines Testaments an.

Der Bruder des verstorbenen Popstars Michael Jackson hat sich erstmals zum aktuellen Familienzwist der Jacksons geäußert, mit dem der berühmte Clan momentan Schlagzeilen macht. Randy Jackson erklärte, dass die Familie sich nicht um Geld, sondern um die Gültigkeit des hinterlassenen Testaments streitet. "Lasst mich eines klarstellen: Hier geht es nicht um Geld", so Randy im Interview mit MSNBC. "Hier geht es um eine Familie, die ein Familienmitglied verloren hat. Und wir haben das Gefühl, dass Michael beim Aufsetzen des Testaments nicht - wie behauptet wird - in Los Angeles war. Er war in New York, also ist das Testament gefälscht. Die Anwälte können diese Fragen nicht beantworten und sie versuchen, die Familienmitglieder gegeneinander auszuspielen."

Randys Mutter Katherine Jackson, die Vormund von Michael Jacksons Kindern Prince, Paris und Blanket ist, wurde am Wochenende als vermisst gemeldet. Wie sich später allerdings herausstellte, hatte sich die 82-Jährige nur nach Arizona zu ihrer Tochter Rebbie begeben. Randy gibt Entwarnung: "Es geht ihr gut. Sie entspannt sich." Weiter erklärt der 56-Jährige, dass seine Mutter sich auf ärztliches Anraten zurückgezogen habe: "Ihr ging es gesundheitlich nicht gut. Also sagten ihr ihre Ärzte, dass sie sofort Ruhe braucht, sich von der Außenwelt isolieren und sich ausruhen solle. Ihr ging es wirklich nicht gut."

Am Montag kam es einem Polizeibericht zufolge auf Katherines Anwesen in Los Angeles in ihrer Abwesenheit zur körperlichen Auseinandersetzung zwischen einzelnen Familienmitgliedern, als Randy gemeinsam mit seinen Geschwistern Janet und Jermaine dort auftauchte. Dass sie versuchten, Michaels Kinder aus der Obhut ihrer Großmutter zu reißen, dementiert Randy indes. In dem Interview schildert er seine Version der Geschichte: "Wir sind zum Haus gegangen, um Paris und Prince wissen zu lassen, dass sie ihre Oma jederzeit besuchen und mit ihr reden können, weil wir das Gefühl hatten, dass jemand versucht, die Tatsachen zu verdrehen und es so aussehen zu lassen, als seien wir das Problem und als würden wir ihnen den Zugang zu ihrer Oma verwehren." Trotz ihrer guten Absichten sei den Jackson-Geschwistern von den Sicherheitsleuten der Zutritt zu Katherines Haus verboten worden. Damit, so Randy, solle vom eigentlichen Problem - dem gefälschten Testament - abgelenkt werden.

ivi/Bang