Gerichtsurteil Milde Strafe für "Rambo"


Sylvester Stallone wurde in Sydney wegen des Schmuggelns von Wachstumshormonen verurteilt. Für die illegale Einfuhr seines synthetischen Jungbrunnens ist "Rambo" nur knapp am Knast vorbeigeschrammt.

Wegen illegaler Einfuhr von Wachstumshormonen ist Hollywood-Star Sylvester Stallone von einem Gericht in Australien zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Schauspieler ("Rocky", "Rambo") muss mehr als 12.000 Australische Dollar (7.300 Euro) an Strafen und Justizkosten zahlen, wie Richter Paul Cloran in Sydney entschied. Stallone habe bei seiner Einreise im Februar kein Rezept für die Wachstumshormone vorzeigen können und die Produkte nicht dem Zoll angezeigt. Der 60-Jährige war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Er hatte ein Schuldeingeständnis abgegeben und von einem "schrecklichen Fehler" gesprochen.

Nach eigener Aussage brachte er 48 Ampullen des Muskelaufbaupräparats Jintropin sowie Testosteron nach Australien mit. Er habe die Mittel vor Jahren aus gesundheitlichen Gründen von seinen Ärzten verschrieben bekommen und nehme sie seither unter medizinischer Aufsicht ein, erklärte Stallone in einem Schreiben an das Gericht. Richter Cloran erklärte, wegen der negativen Publicity sei die Geldstrafe ein ausreichend klares Zeichen, dass solche Praktiken nicht toleriert würden. Die Hormone seien für den persönlichen Gebrauch Stallones bestimmt gewesen und es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass sie für andere als kosmetische und therapeutische Zwecke eingesetzt werden sollten. Doch sei Stallone nicht ehrlich gewesen mit der Behauptung, ihm sei Jintropin verschrieben worden. Das Produkt sei in den USA nicht legal zu bekommen.

Stallone warf Ampullen aus dem Fenster

Der Schauspieler hatte nach der Durchsuchung seines Gepäcks in Sydney, wo er sich zu einem dreitägigem Promotion-Besuch aufhielt, erklärt, er habe die Hormonmittel in einer Apotheke in Los Angeles gekauft, könne aber kein Rezept für sie vorweisen. Drei Tage später warf er vier Ampullen Testosteron aus dem Fenster, als Beamte sein Hotelzimmer durchsuchen wollten. Den Zollbeamten erklärte Stallone, er habe so viele Präparate dabei, weil er nach Thailand und Birma weiterreisen wolle, um dort drei Monate eine weitere Fortsetzung der "Rambo"-Filme zu drehen. Das sei harte Arbeit und wenn man älter werde, würden einem die Hormonmittel dabei helfen, "sich gut zu fühlen und auszusehen." Gerichtsunterlagen zufolge hatte sich Stallone folgendermaßen verteidigt: "Wo denken Sie, könnte ich das Zeug in Birma bekommen?"

AP AP

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