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Ex-Vertraute von Jeffrey Epstein Ghislaine Maxwell fürchtet Veröffentlichung intimer Details

Ghislaine Maxwell im Jahr 2003
Ghislaine Maxwell im Jahr 2003
© imago images/ZUMA Press
Im Zuge des Prozesses gegen die frühere Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell sollen bisher unter Verschluss gehaltene Akten geöffnet werden. Die 58-Jährige fürchtet die Preisgabe privater Details und eine Vorverurteilung.

Ghislaine Maxwell sitzt seit ihrer Festnahme in einem Gefängnis in New York und wartet auf den Beginn ihrer Verhandlung, die für den 12. Juli 2021 angesetzt wurde. Die einstige Vertraute des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein fürchtet aber, keinen fairen Prozess zu bekommen, sollten Details einer früheren Aussage an die Öffentlichkeit kommen.

Wie unter anderem die britische Tageszeitung "Daily Mirror" berichtet, erklärten Maxwells Anwälte nun bei einem Termin vor Gericht, dass sich intime Informationen "wie ein Lauffeuer im Internet" verbreiten könnten, sollten die zuvor versiegelten Dokumente der Anhörung veröffentlicht werden. Deshalb forderten sie das Gericht dazu auf, die Aussage Maxwells und weitere Schriftstücke weiterhin unter Verschluss zu halten.

Ghislaine Maxwell wurde bereits 2015 verklagt

Die fraglichen Akten stammen aus einer Verleumdungsklage, die Virginia Giuffre, das angebliche Opfer von Epstein und Prinz Andrew, 2015 gegen Ghislaine Maxwell eingereicht hatte und die 2017 außergerichtlich beigelegt worden war. Maxwell selbst wurde 2016 zu den Vorwürfen gehört. Ein Richter hatte zuvor angeordnet, dass die damals ursprünglich versiegelten Akten für die laufenden Ermittlungen herangezogen werden dürfen.

Maxwells Anwälte argumentieren, dass bei der Anordnung die Privatsphäre und das Versprechen auf Vertraulichkeit, das ihr vor der Aussage gegeben wurde, nicht angemessen berücksichtigt wurden. Sollte die richterliche Anordnung tatsächlich in Kraft treten und würden die Dokumente veröffentlicht werden, wäre "die Katze für immer aus dem Sack" und "intime, sensible und private Informationen" würden ungehindert verbreitet werden, so Maxwells Rechtsbeistände weiter.

Maxwells Anwälte fürchten Vorverurteilung

Zudem würde die Veröffentlichung zu einer "unumstößlichen und verfassungswidrigen" negativen Berichterstattung führen, die den "Wahrheitsfindungsprozess" von Maxwells Verfahren untergraben würde. Zeugen, so die Anwälte, würden sich dadurch dazu veranlasst fühlen, "ihre Erinnerungen an Jahrzehnte zurückliegende Ereignisse neu zu formulieren".

Maxwell war am 2. Juli im US-Bundesstaat New Hampshire vom FBI festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Maxwell wird in bislang sechs Anklagepunkten der Prozess gemacht. Der 58-Jährigen wird vorgeworfen, Epstein dabei geholfen zu haben, minderjährige Mädchen zu missbrauchen. Sie soll sich mit den Mädchen angefreundet und sie zu sexuellen Handlungen mit Epstein gedrängt haben.

In mehreren Fällen soll sie auch selbst an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein. Außerdem wird ihr Meineid in zwei Fällen vorgeworfen. Bei einer ersten Anhörung wies Maxwell die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und plädierte auf "nicht schuldig". Einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution lehnte das Gericht wegen erhöhter Fluchtgefahr ab.

jum SpotOnNews

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