Glamour Teure Stylings aus Meisterhand


Ein gutes Aussehen ist alles - nirgendwo gilt dieses Motto so sehr wie in den Glamour-Metropolen der USA. Wenn sich Hollywood-Stars auf wichtige Events vorbereiten, muss es das perfekte Styling sein.

Wenn sich Hollywood-Stars wie Demi Moore, Keanu Reeves oder Cameron Diaz auf wichtige Events vorbereiten, muss neben dem Designer-Outfit auch die Haarpracht das Beste hergeben. Ein perfektes Styling ohne Star-Coiffeur ist für viele Prominente mittlerweile undenkbar. Zu den aufsteigenden Sternen am Modehimmel zählen daher in den USA auch die Vertreter der Friseur-Zunft. Ein Liebling der Prominenten ist Robert Cromeans, der Anfang dieser Woche auf dem Kongress "Signature Gathering" in Las Vegas seine neuen Schnitte und Farben für den kommenden Herbst vorstellte. Die Veranstaltung dient als erstes Trendbarometer vor der Internationalen Friseurmesse "Cosmoprof North America", die am 27. Juli in der Wüstenstadt beginnt.

In Salons in Beverly Hills oder San Diego stutzt der Star-Friseur Pop-Größen wie Lenny Kravitz gekonnt die Haarpracht und gibt so mit seinen Kollegen Frederik Fekkai oder Floyd Kenyatta den Ton an. Diesen Trendsettern verdanken etwa die "rootbooster" ihren Erfolg. Dabei handelt es sich um eine spezielle Ansatzdauerwelle, die auch der blonden Pracht von Meg Ryan Volumen verschafft.

Schön und trendy

Die Zeiten, als es reichte, nur eine gute Frisur zu haben, seien vorbei, sagt Cromeans. "Stars wollen heute nicht nur schön, sondern auch trendy sein." Bis zu 5.000 Dollar sollen sich Mimen wie Jean-Claude Van Damme, Gwyneth Paltrow, Pierce Brosnan oder Ben Affleck eine Behandlung durch seine Hände kosten lassen. Dafür dürfen sie den 41-Jährigen aber auch in ihr Domizil einbestellen. Ab 150 Dollar sind die Durchschnitts-Amerikaner bei Cromeans dabei, um im Look eines Stars durch das Leben zu schreiten.

Als Ethno-Spezialist gilt Cromeans Branchenkollege Floyd Kenyatta. Während seiner 30-jährigen Laufbahn als Haar-Stylist hat er sich einen internationalen Ruf in der Schönheitsbranche erarbeitet, der auch die Hollywood-Größen lockt: Halle Berry und Salma Hayek schwören auf seine Fertigkeiten und Ideen. Auf ihrem Weg zu ernsthaften Rollen und Oscar-Ehren sorgte er für entsprechendes Styling bei öffentlichen Auftritten.

"Stars kommen auf die verrücktesten Ideen"

Anders bei der exotischen Schönheit Beyoncé Knowles, die Kenyatta noch nicht zu seinen Kundinnen zählen kann. Die Destinys Child-Sängerin will bald lieber selber einen Friseursalon in London eröffnen. Ein Schritt, für den Experten wie Cromeans nur ein mildes Lächeln übrig haben: "Die Stars kommen auf die verrücktesten Ideen", sagt der Friseur. "Aber am Ende sehen sie es dann doch ein, dass wir die wahren Könner sind." Jedenfalls boomen die Salons von Star-Coiffeuren.

Einen Hollywood ähnlichen Kult um Friseure in Deutschland kann sich der Kreativdirektor im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks, Ralf Henn, allerdings nicht vorstellen. Es gebe zwar durchaus prominente Branchenkollegen wie Udo Walz oder Marlies Möller, sagte er. Doch ihr Stellenwert sei längst nicht so hoch wie in Übersee. Der Trend könne schon deshalb nicht nach Deutschland herüberschwappen, "weil wir unsere Stars gar nicht so feiern wie die Amerikaner". Zudem lebten US-Friseure von einem anderen Verbraucherverhalten. In den USA gingen Kunden seltener zum Haare schneiden und färben, doch dafür wollten sie sich dann auch richtig verwöhnen lassen.


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