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Halle Berry im Sorgerechtsstreit: Richter empfiehlt "Catwoman" Therapie

Seit Wochen bekämpfen sich Halle Berry und ihr Ex Gabriel Aubry vor diversen Richtern und Behörden in Los Angeles. Es geht um das Wohl der gemeinsamen Tochter Nahla. Jetzt empfahl ein Jurist erst einmal Therapiesitzungen für die Streithähne und auch für das kleine Mädchen.

Von Frank Siering, Los Angeles

Eigentlich geht es nur um Nahla. Das ist die gemeinsame Tochter von Hollywood-Star Halle Berry und dem Model Gabriel Aubry. Das Paar hat sich längst auseinanderdividiert. Nahla muss, wie bei solchen Trennungen üblich, ständig zwischen Mama und Papa hin- und herchauffiert werden.

Nun soll Aubry seine Tochter unlängst mit sehr aggressivem Verhalten "gefährdet haben". Sagt zumindest die Nanny der Kleinen. Außerdem, so das Kindermädchen weiter, habe Aubry nicht nur sie, sondern auch das Kind mehrfach angeschrien. Ein Vorwurf, den der Vater des Kindes zurückweist. Für Halle Berry allerdings Grund genug, ihrem Ex "Child Endangerment" vorzuwerfen. Per Gerichtsbeschluss wollte sie erlangen, dass Aubry sich seiner Tochter nicht mehr nähern darf. Wie üblich in solchen Fällen, wurde sofort das Department of Children and Family Services, also das Jugendamt, eingeschaltet. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Machtwort vom Richter

Ein Richter verwarf diese Forderung Berrys bislang und lud die beiden Streithähne stattdessen zur Schlichtung in sein Arbeitszimmer. Dort wurde hinter verschlossenen Türen Tacheles geredet. Der Ausgang: Tochter Nahla habe genug gelitten und solle in diversen Treffen mit einer Therapeutin erst einmal wieder zu sich kommen.

Und die Lösung für das Gespann Berry/Aubry? ­Die beiden sollen sich doch bitteschön mit einer unabhängigen Partei an einen Tisch setzen und "gemeinsam herausfinden, wie sie ihre Tochter erziehen wollen". ­Berry sei sehr offen für eine solche Lösung. Ihr Ex hingegen nicht so sehr. Aubry sei zwar weiterhin bereit, sich in Therapie wegen seiner immer wiederkehrenden Wutausbrüche zu begeben, doch das Tischtuch mit "Catwoman" Berry ist wohl zerschnitten. Aubry fühlte sich bei dem Treffen sogar physisch unwohl, mit der Oscar-Gewinnerin gemeinsam in einem Büro zu sitzen.

Aubry will Kindermädchen feuern

So ganz kampflos möchte sich Aubry allerdings nicht ergeben. So forderte er gestern erneut gegenüber dem Schlichtungsrichter, Nahlas Nanny zu feuern, da sie Lügen über den Vater verbreite. Das Kindermädchen hatte gegenüber der Polizei ausgesagt, dass Aubry ihr die Tochter "gewaltsam aus den Armen entrissen und sie dabei fast zu Boden gedrückt habe". Aubrys Verschwörungstheorie: Die Nanny und Halle Berry machen gemeinsame Sache. Deshalb erfinde das Kindermädchen auch Geschichten, um ihn als Vater in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

Dem Streit ums Sorgerecht scheint mit der gestrigen Sitzung vor dem Schlichtungsrichter zumindest für eine gewisse Zeit die Munition genommen worden zu sein. Sowohl Berry wie auch Aubry seien sich ihren Anwälten gegenüber nämlich zumindest in einer Sache einig: Es gehe um das Wohl von Nahla. Und nicht um das Ego zweier verbittert streitender Eltern.