Die Filmwelt hat einen ihrer ganz Großen verloren: Robert Duvall ist am 15. Februar im Alter von 95 Jahren gestorben. Das teilte seine Ehefrau Luciana Duvall über Facebook mit. Der Oscar-Preisträger prägte das amerikanische Kino über Jahrzehnte hinweg - mit unvergesslichen Rollen in Meilensteinen wie "Der Pate", "Apocalypse Now", "Wer die Nachtigall stört" und "Comeback der Liebe", für den er 1984 den Academy Award als bester Hauptdarsteller erhielt. Nach Bekanntwerden seines Todes gab es schnell die ersten Reaktionen aus Hollywood. Kollegen, die mit Duvall vor der Kamera gestanden hatten, würdigten ihn mit persönlichen Worten.
Adam Sandler (59), der 2022 gemeinsam mit Duvall in "Hustle" zu sehen war, schrieb bei Instagram zu einer Bilderreihe des Schauspielers: "Wahnsinnig witzig. Wahnsinnig stark. Einer der größten Schauspieler, die wir je hatten. Ein großartiger Mensch, mit dem man sich unterhalten und lachen konnte." Sandler fügte an: "Habe ihn so sehr geliebt. Wir alle haben ihn geliebt. Es gibt so viele legendäre Filme von ihm, aus denen man wählen kann. Schaut sie euch an, wenn ihr Zeit habt. Wir sprechen seiner Frau Luciana und seiner ganzen Familie und seinen Freunden unser Beileid aus."
Auch Viola Davis (60) meldete sich auf der Plattform zu Wort. Die Oscar-Preisträgerin, die in dem Thriller "Windows" an Duvalls Seite gespielt hatte, schrieb, sie sei stets von seinen Darstellungen in Ehrfurcht versetzt gewesen. Duvall habe Männer verkörpert, die gleichzeitig ruhig und dominierend in ihrer Menschlichkeit gewesen seien. "Du warst ein Gigant, eine Ikone. [...] Größe stirbt nie. Sie bleibt, als Geschenk. Ruhen in Frieden. Dein Name wird weiterleben."
Robert Duvall als Freund und Mentor
Michael Keaton (74), der mit Duvall 1994 in Ron Howards Komödie "The Paper" zu sehen war, teilte auf Instagram ein Porträt des Verstorbenen. Er erinnerte sich an einen gemeinsamen Nachmittag auf seiner Veranda, an dem sie über Pferde gesprochen hätten. "Wir haben zusammen gespielt und sind Freunde geworden. [...] Er war ein großartiger Schauspieler. Ruhe in Frieden, RD."
Besonders emotional fiel der Abschied von Walton Goggins (54) aus, der in Duvalls selbst inszeniertem Drama "The Apostle" (1997) die Rolle des Sam übernommen hatte. Der "Fallout"-Star bezeichnete Duvall auf Instagram als den größten Geschichtenerzähler aller Zeiten - und als seinen Freund und Mentor. "Das Privileg, mit diesem Mann arbeiten zu dürfen, ihn kennenzulernen, ist bis heute die wichtigste Erfahrung meines Lebens", schrieb er in seinem Post zu alten Setfotos. "Wir pflegten danach noch jahrelang eine tiefe Freundschaft. Das hätte er nicht tun müssen. Aber er tat es. Er hatte diese Wirkung auf viele Menschen. Ich liebe dich, Bobby. Danke, dass du mein Leben verändert hast. Sammy."
Zu den weiteren Schauspielstars, die sich von Duvall verabschiedeten, zählt Jamie Lee Curtis (67), die in Anspielung auf Duvalls "Der Pate"-Rolle bei Instagram erklärte: "Der größte Consigliere, den die Leinwand je gesehen hat. Bravo, Robert Duvall."
Regisseur Scott Cooper (55), der Duvall in "Crazy Heart" und seinem letzten Film "The Pale Blue Eye" (2022) inszenierte, nannte den Verstorbenen gegenüber "Variety" seinen wichtigsten künstlerischen Mentor. Duvall habe nahezu jedes Drehbuch gelesen, das er geschrieben habe, und ihm stets mit stiller Weisheit und unerschütterlichem Vertrauen zur Seite gestanden. Er werde vor allem Duvalls Großzügigkeit, Bescheidenheit und sein Vorbild eines Lebens vermissen, das ganz der Wahrheit gewidmet gewesen sei, erklärte Cooper.