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Keinen Käufer gefunden: Weinsteins Produktionsfirma meldet Insolvenz an

Nachdem die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Harvey Weinstein laut wurden, trennte sich seine Produktionsfirma schnell von dem Filmmogul. Dennoch konnte sich die Weinstein Company nicht aufrappeln und meldet nun Insolvenz an.

The Weinstein Company ist insolvent: Die ehemalige Produktionsfirma von Harvey Weinstein verkündete, einen entsprechenden Antrag gestellt zu haben. Dies berichtet unter anderem der "Guardian". Das Unternehmen, das rund 100 Angestellte hat, habe 500 Millionen bis eine Milliarde US-Dollar an Verbindlichkeiten und denselben Betrag an Vermögenswerten angegeben. Bereits vor rund drei Wochen waren die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens bekannt geworden. 

Weinstein, der das Unternehmen Mitte der 2000er Jahre zusammen mit seinem Bruder Bob gegründet hatte, wurde nach Bekanntwerden der angeblichen sexuellen Übergriffe auf zahlreiche Frauen im Oktober des vergangenen Jahres von dem Unternehmen gefeuert. Auch ohne den gefallenen Filmmogul konnte die Weinstein Company nicht wieder erfolgreich operieren. Das Studio hatte monatelang vergeblich nach einem Käufer gesucht. Ein Partner der Private-Equity-Gesellschaft Lantern Capital Partners habe nun ein Angebot abgegeben.

Verschwiegenheitserklärungen aufgehoben

Nach Anmeldung der Insolvenz hob die Firma zudem alle bestehenden Verschwiegenheitserklärungen auf, an die Angestellte gebunden waren - "ein wichtiger Schritt hin zur Gerechtigkeit für jedes Opfer, das von Harvey Weinstein zum Schweigen gebracht wurde", hieß es in einer Erklärung der Weinstein Company. "Niemand sollte Angst haben, seine Stimme zu erheben oder gezwungen werden, zu schweigen."

fri / SpotOnNews