Hintergrund Entzündung der Bauchspeicheldrüse


Hauptauslöser für eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind Alkoholmissbrauch oder eine Erkrankung der Gallenwege.

Die Pankreatitis kann im Extremfall zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufschock oder Nierenversagen führen. Am häufigsten trifft die Entzündung Menschen zwischen 30 und 50 Jahren.

Typische Symptome sind heftige Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Darmlähmungen. Möglicherweise auftretender Schwindel und Schweißausbrüche sind Zeichen eines Kreislaufschocks. Es gibt kein spezifisches Heilmittel. Wichtig für die Therapie sind die Infusion von Flüssigkeit, Nährstoffen und Mineralsalzen. Es kann auch eine Operation nötig werden, bei der Zysten oder abgestorbenes Gewebe entfernt werden.

Langfristig kann man durch eine Behandlung der Grunderkrankung wie Alkoholsucht oder Gallensteinen dem Wiederauftreten der Pankreatitis vorbeugen.

Ursache einer chronischen Pankreatitis ist fast immer längerer, starker Alkoholkonsum. Dabei kommt es oft in Schüben zu einer Zerstörung der Bauchspeicheldrüse. Mit fortschreitender Krankheit werden die Schübe häufiger.

Die Bauchspeicheldrüse, die im linken Oberbauch liegt, bildet fast alle Verdauungsenzyme. Der Pankreassaft wird über einen Ausführungsgang in den Dünndarm geleitet. Daneben stellt die Drüse das Hormon Insulin her, das den Blutzuckergehalt senkt.

DPA


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