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Gerichtsurteil in Peking: Sohn von Jackie Chan muss ein halbes Jahr ins Gefängnis

Der Sohn von Hollywoodstar Jackie Chan muss wegen Drogendelikten für ein sechs Monate ins Gefängnis, wie ein Pekinger Gericht mitteilte. Dem berühmten Vater ist der Vorfall äußerst peinlich.

Jaycee Chan und die Drogen: Geldstrafe und Gefängnis

Jaycee Chan und die Drogen: Geldstrafe und Gefängnis

Ein Pekinger Gericht hat den Sohn von Kung-Fu-Star Jackie Chan zu sechs Monaten Haft wegen Drogendelikten verurteilt. "Ich habe das Gesetz gebrochen. Ich verdiene es, bestraft zu werden", sagte Jaycee Chan am Freitag laut dem Staatssender CCTV während des knapp anderthalbstündigen Prozesses. Der 32-jährige Sänger und Schauspieler war im August gemeinsam mit dem taiwanesischen Star Kai Ko festgenommen worden, beide wurden positiv auf Marihuana getestet. In Chans Wohnung fanden die Ermittler zudem 100 Gramm Marihuana.

Peinlich berührt

Neben der Haftstrafe muss Jaycee Chan umgerechnet 275 Euro Strafe zahlen. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, seine Wohnung zu einem Treffpunkt für Drogenkonsum gemacht zu haben. Da er bereits fünf Monate in Haft saß, kommt er laut Gericht am 13. Februar wieder frei.

Die Festnahme erfolgte offenbar im Zusammenhang mit einer landesweiten Moralkampagne der Regierung, die sich in erster Linie gegen Rauschgiftkonsum und Prostitution richtet. Immer wieder werden prominente Missetäter öffentlich bloßgestellt - auch Chans Festnahme wurde von CCTV übertragen und sorgte für einigen Rummel in den Medien und den sozialen Netzwerken.

Jackie Chan hatte ausgesprochen verärgert auf die Festnahme seines Sohns reagiert. Der auch in China ausgesprochen populäre Hollywoodstar (Rush Hour) erklärte im August, "als Prominenter schäme ich mich, als Vater fühle ich mich schrecklich". Ironischerweise war er im Jahr 2009 zum "Botschafter" der Pekinger Antidrogenkampagne ernannt worden.

stb/DPA/AFP / DPA
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