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+++ Ticker +++

News von heute: Archäologische Sensation in Wien: Krone und Reichsapfel im Grab von Kaiser Friedrich III.

Brasiliens Ex-Präsident Lula aus Haft entlassen +++ Asylantrag von Clanchef Miri abgelehnt +++ Grundsteuer wird ab 2025 neu berechnet +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Ein Kruzifix aus dem Grab Heinrichs III. in Wien

"Sensationsfund" in Wien: Das Kreuz vom Reichsapfel aus dem bisher unangetasteten Grab Friedrichs III. (1415-1493) im Wiener Stephansdom.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Brasiliens Ex-Präsident Lula aus Haft entlassen (21.53 Uhr)
  • Wien: Sensationsfund im Grab Friedrichs III. (15.21 Uhr)
  • Merkel: Noch schwierige Gespräche zur Grundrente (14.32 Uhr)
  • Clanchef Miri wird wieder abgeschoben (12.38 Uhr)
  • Künftig Defibrillator im Plenarsaal des Bundestags (11.36 Uhr)
  • Grundsteuer wird ab 2025 neu berechnet (10.43 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.13 Uhr: Trump will Mindestalter für Kauf von E-Zigaretten auf 21 Jahre anheben +++

US-Präsident Donald Trump plant die Anhebung des Mindestalters für den Kauf von E-Zigaretten von 18 auf 21 Jahre. "Wir werden nächste Woche eine sehr wichtige Maßnahme zum Rauchen von E-Zigaretten verkünden", sagte Trump vor Journalisten. Er betonte aber gleichzeitig, dass auf die Arbeitsplätze in der wachsenden E-Zigaretten-Industrie geachtet werden müsse. "Wir müssen uns vor allem um unsere Kinder kümmern", sagte Trump. Er fügte jedoch hinzu, dass "eine Menge Leute zu beachten sind, auch Jobs". Die E-Zigaretten-Industrie sei "zu einer großen Branche geworden". Die US-Regierung hatte im September ein Verbot von aromatisierten Flüssigkeiten für E-Zigaretten angekündigt. Wie es nun scheint, könnte die E-Zigaretten-Industrie diese Position durch intensive Lobbyarbeit beeinflusst haben. 

+++ 21.53 Uhr: Brasilianischer Ex-Präsident Lula aus der Haft entlassen +++

Der zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist vorläufig aus der Haft entlassen worden. Der 74-Jährige verließ das Polizeipräsidium von Curitiba, nachdem ein Richter seine sofortige Freilassung angeordnet hatte. Der frühere Staatschef wurde von zahlreichen Anhängern begeistert empfangen.  Zuletzt hatte der Oberste Gerichtshof entschieden, dass in erster und zweiter Instanz verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfen. Damit machten die Richter den Weg frei für die Freilassung von Tausenden Verurteilten - darunter auch Lula.  

+++ 20.34 Uhr: Brasiliens Justiz ordnet Freilassung von Ex-Präsident Lula an +++

Die brasilianische Justiz hat die Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva angeordnet. Das geht aus einem entsprechenden Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Zuvor hatte das Oberste Gericht den Weg für seine Haftentlassung freigemacht, indem eine Regelung aufgehoben wurde, wonach ein Verurteilter schon vor Ausschöpfung aller Rechtsmittel inhaftiert werden kann, wenn seine Verurteilung bei der ersten Berufung bestätigt wurde.

+++ 20.33 Uhr: Merkel verteidigt ihren zurückhaltenden Regierungsstil +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren zurückhaltenden Stil des Regierens verteidigt. "Ich muss die Dinge verstanden haben, bevor ich entscheide. Ich habe stets versucht, möglichst wenige meiner politischen Entscheidungen komplett umwerfen zu müssen", sagte die CDU-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung". Beim Ausstieg aus der Kernenergie habe sie das tun müssen. Bei Griechenland und dem Euro habe sie am ersten Tag noch nicht gewusst, was zu tun sei, während alle drängten, sie müsse jetzt etwas sagen. "Dann muss ich zwar etwas schneller nachdenken; aber bevor ich nicht sicher bin, dass eine Entscheidung auch nach drei Tagen noch haltbar bleibt, spreche ich sie nicht aus." 

+++ 19.18 Uhr: Zehn Jahre Haft für Überfall auf Özil und Kolasinac +++

Einer der Männer, die den Überfall auf den früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und dessen Teamkollegen Sead Kolasinac gestanden haben, ist britischen Medien zufolge zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Über den Gerichtsentscheid gegen den 30-Jährigen berichtete unter anderem die BBC. Über das Strafmaß für den zweiten geständigen Täter, einen 26 Jahre alten Mann, werde demnach später entschieden. Özil und der frühere Bundesliga-Profi Kolasinac waren Ende Juli in London von bewaffneten Gangstern, die auf Mopeds saßen, überfallen worden. Kolasinac wehrte die Täter mit bloßen Händen ab. Die Täter, die Helme trugen, flüchteten schließlich ohne Beute.

+++ 16:59: Uhr: Ex-Schönheitskönigin aus Iran erhält Asyl auf Philippinen +++

Die Philippinen haben einer ehemaligen Schönheitskönigin aus dem Iran Asyl gewährt, nachdem diese drei Wochen lang auf dem Flughafen der Hauptstadt Manila verbringen musste. Der Bescheid des Justizministeriums vom Mittwoch wurde nun bekannt gemacht, wie örtliche Medien berichteten.

+++ 15.41 Uhr: Neuwagen in Deutschland müssen künftig Digitalradio DAB+ haben +++

Das Digitalradio DAB+ wird in Zukunft in jedem Neuwagen in Deutschland zu hören sein. Vom 21. Dezember 2020 an müssen Radios in neuen Fahrzeugen sowie neue stationäre Radiogeräte mit Display den Empfang und die Wiedergabe von DAB+ ermöglichen. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden.

+++ 15.21 Uhr: Forscher erkunden Grab Friedrichs III. und finden Krone und Schwert +++

Im Grab Kaiser Friedrichs III. (1415-1493) im Wiener Stephansdom befinden sich neben dem Leichnam unter anderem eine Krone, ein Zepter und ein Reichsapfel. Wissenschaftlern ist es gelungen, mit kleinen Kameras das Innere des letzten unangetasteten Kaisergrabs Europas zu erforschen. Die beteiligten Experten bezeichneten den Fund bei der Präsentation der Ergebnisse am Freitag in Wien als "Sensation".

Neben den Insignien fanden die Forscher eigens geprägte Münzen, ein großes Kruzifix mit einer Jesus-Statuette und verschiedene Textilien im Grab. Die vermutlich großteils aus vergoldetem Silber gearbeitete Krone entpuppte sich als frühestes erhaltenes Exemplar vom Typus "Mitrenkrone", der für das Haus Habsburg in den folgenden Jahrhunderten charakteristisch werden sollte. Friedrich III. war mit einer Regierungszeit von 53 Jahren das am längsten herrschende Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches.

+++ 15.14 Uhr: Dutzende Buschfeuer wüten in Australiens Osten +++

Dutzende Buschfeuer bedrohen große Gebiete im Osten Australiens. In den Bundesstaaten New South Wales und Queensland wüteten am Freitag zeitweise mehr als 140 Brände, wie die Behörden mitteilten. Die Feuerwehr von New South Wales vermeldete 15 Brandherde der höchsten Warnstufe. Man habe noch nie gleichzeitig so viele Brände dieses Ausmaßes gesehen, sagte der Chef der Feuerwehr des Bundesstaats, Shane Fitzsimmons. Mehr als 1000 Helfer, 250 Löschfahrzeuge und mehr als 20 Flugzeuge seien im Einsatz.

+++ 14.32 Uhr: Merkel: Noch schwierige Gespräche zur Grundrente - Einigung am Sonntag nicht sicher +++

Auch das für Sonntag angesetzte Spitzengespräch der Koalition zur Grundrente könnte nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch ohne Einigung zu Ende gehen. "Es kann sein, dass wir noch ein weiteres Treffen brauchen", sagte Merkel in Berlin.

+++ 13.36 Uhr: 59 Jahre alter Österreicher in Namibia von Elefant getötet +++

Ein 59 Jahre alter Tourist aus Österreich ist in Namibia von einem Elefanten attackiert und getötet worden. Wie die österreichischen Nachrichtenagentur APA am Freitag berichtete, war die Botschaft in Pretoria im benachbarten Südafrika von den Begleitern des Mannes über den Vorfall informiert worden.

+++ 13.19 Uhr: Der Tiger war sein Freund: Ziegenbock Timur stirbt in russischem Zoo +++

Der wegen einer ungewöhnlichen Freundschaft zu einem Tiger weltweit bekannte russische Ziegenbock Timur ist tot. Das Tier sei im Beisein der Zoo-Ärzte gestorben, teilte die Verwaltung des Tierparks in Wladiwostok im Osten Russlands mit.

Timur und der Tiger Amur waren 2015 international in den Schlagzeilen gewesen, als der sibirische Tiger mit dem ursprünglich als Futter gedachten Ziegenbock friedlich ein Gehege geteilt hatte. Die ungewöhnliche Zoo-WG hielt einige Monate, bis der Tiger den Bock letztlich verletzte und er dann zur Kur nach Moskau gebracht wurde. Der Safari-Park machte mit der Geschichte monatelang Furore und löste damit in russischen Medien einen Medienrummel um Ziegen aus.

+++ 13.16 Uhr: Haftbefehl gegen 15-Jährige wegen Mordes an dreijährigem Halbbruder erlassen +++

Im Fall des offenbar von seiner Halbschwester erstochenen dreijährigen Jungen aus Detmold hat ein Richter Haftbefehl wegen Mordes gegen die 15-jährige Tatverdächtige erlassen. Die am Donnerstag nach stundenlanger Flucht festgenommene Jugendliche soll dem Kind laut Obduktion 28 Messerstiche beigebracht haben, wie die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Bielefeld mitteilten.

Motiv für die am Mittwochabend in einem Detmolder Mehrfamilienhaus verübte Tat sei nach bisherigen Erkenntnissen, dass die 15-Jährige in einem schwierigen familiären Umfeld gelebt und eine "tiefe Abneigung" gegen ihren Halbbruder entwickelt habe.

In ihren ersten Vernehmungen bei der Polizei und am Freitag vor dem Haftrichter bestritt die Tatverdächtige demnach die Bluttat nicht. Sie hielt sich den Ermittlern zufolge auch selbst für die Täterin, machte aber Erinnerungslücken für die Tatzeit geltend.

+++ 12.38 Uhr: Bamf lehnt Asylantrag des libanesischen Clanchefs Miri ab +++

Das illegal nach Deutschland gereiste führende Mitglied des libanesischen Miri-Clans erhält in Deutschland kein Asyl. Das hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg entschieden, wie der Anwalt des Mannes am Freitag in Bremen mitteilte. "Am heutigen Tag wurde der Asylantrag von Ibrahim Miri als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Auch der Antrag auf die Feststellung von Abschiebeverboten wurde abgelehnt. Damit hat das Bundesamt eine neue Abschiebungsandrohung verbunden", sagte der Anwalt Albert Timmer. Der Bescheid sei am Freitag von einem Boten des Bundesamtes in die Kanzlei gebracht worden. 

+++ 12.27 Uhr: Drei nationale Trauertage nach Angriff in Burkina Faso mit 38 Toten +++

Nach einem Angriff auf einen Firmenkonvoi in Burkina Faso mit 38 Toten hat das westafrikanische Land eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Präsident Roch Marc Kaboré verkündete die bis Sonntag dauernden Trauertage am Donnerstag. Unbekannte hatten am Mittwoch einen Konvoi aus fünf Bussen mit Beschäftigten des kanadischen Goldproduzenten Semafo im Osten des Landes angegriffen. Mindestens 38 Menschen seien getötet worden, sagte Kaboré.

Laut des Montrealer Bergbauunternehmens Semafo wurden die Busse von Soldaten eskortiert. Es seien keine Kanadier unter den Todesopfern. Auch etliche Menschen wurden verletzt. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, verurteilte seinem Sprecher Stéphane Dujarric zufolge den Angriff. Das Land habe die volle Unterstützung der UN in seinem Bestreben nach Frieden und Stabilität, hieß es am Donnerstag (Ortszeit).

+++ 11.58 Uhr: Hilfsorganisation in Vietnam sagt Veranstaltung mit Action-Star Jackie Chan ab +++

Wegen eines diplomatischen Konflikts zwischen Hanoi und Peking ist ein Besuch des Hongkonger Action-Stars Jackie Chan bei einem Wohltätigkeitsprojekt in Vietnam abgesagt worden. Chan sollte am Sonntag in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi kommen, um die Organisation Operation Smile zu unterstützen, die Kinder mit Gesichtsdeformationen kostenlos operiert. Mit der Ankündigung des Promi-Besuchs löste die Organisation aber einen Proteststurm im Onlinenetzwerk Facebook aus.

Obwohl sich Chan nicht explizit dazu geäußert hat, steht der Schauspieler in Vietnam unter Verdacht, Pekings Anspruch auf fast das gesamte Südchinesische Meer zu unterstützen. Vietnam sowie Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Brunei beanspruchen aber ihrerseits Teile des Seegebiets.

+++ 11.43 Uhr: Medien: Iran schießt nicht identifizierte Drohne am Persischen Golf ab +++

Der Iran hat einem Medienbericht zufolge eine nicht identifizierte Drohne nahe der Küste des Persischen Golfs abgeschossen. Die iranische Armee habe das unbemannte Fluggerät nahe der Hafenstadt Bandar-e Mahschahr im Südwesten des Iran abgeschossen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Freitag. Die Drohne habe den iranischen Luftraum verletzt und sei mit dem Raketensystem Mersad vom Himmel geholt worden.

+++ 11.36 Uhr: Nach Notfällen von Abgeordneten: Künftig Defibrillator im Plenarsaal +++

Nach gleich zwei medizinischen Notfällen im Bundestag am Donnerstag zieht die Bundestagsverwaltung Konsequenzen: Direkt im Plenarsaal sollten künftig griffbereit ein Notfallkasten, Sauerstoff und ein Defibrillator platziert werden, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP).

+++ 11.36 Uhr: Bundestag beschließt ermäßigten Mehrwertsteuersatz für E-Books +++

Für E-Books und elektronische Ausgaben von Zeitungen und Magazinen soll bald derselbe Mehrwertsteuersatz wie für gedruckte Medien gelten. Der Bundestag beschloss den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für digitale Publikationen. Bislang werden 19 Prozent fällig. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

+++ 11.06 Uhr: Forscherin: Klimawandel treibt Kaiserpinguine dem Aussterben entgegen +++

Wenn die Erderwärmung mit derzeitigem Tempo voranschreitet, könnten Kaiserpinguine einer neuen Studie zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts fast ausgestorben sein. Bis 2100 würde ihre Zahl dann um 86 Prozent abnehmen, sagte Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI).

+++ 10.43 Uhr: Grundsteuer wird ab 2025 neu berechnet +++

Die Grundsteuer wird ab 2025 nach einem neuen System berechnet. Der Bundesrat beschloss die umstrittene Reform am Freitag, im Bundestag war sie bereits abgesegnet worden. Jetzt können die Bundesländer entscheiden, ob sie künftig die Berechnungsmethode von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) nutzen oder eine eigene entwickeln. Beim Scholz-Modell müsste der Wert aller Grundstücke neu bestimmt werden, einigen Ländern wie Bayern ist das zu aufwendig, sie wollen deshalb allein die Fläche einer Immobilie zugrunde legen. Ob Hausbesitzer und Mieter künftig mehr zahlen müssen, ist weiter offen. Das letzte Wort über die Grundsteuer behalten die Kommunen, die mit ihren Hebesätzen großen Einfluss auf die Höhe der Abgabe haben.

Ein Igel

Igel laufen bei Gefahr oft nicht weg, sondern stellen ihre Stacheln auf

DPA

+++ 9.52 Uhr: Polizisten stellen mutmaßliche Igelquäler in Rostock +++

Gleich mehrere Streifenwagen der Polizei sind in Rostock ausgerückt, um drei mutmaßliche Igelquäler zu verfolgen. Ein aufmerksamer Anwohner meldete am späten Donnerstagabend über den Notruf, dass mehrere Männer das Tier mit Tritten traktiert hätten, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Dabei soll der Igel auch gegen den Reifen eines parkenden Autos geflogen sein. Entsprechende Stachel wurden in einem Reifen entdeckt.

In der Nähe des Tatorts wurden drei Tatverdächtige im Alter von 18, 23 und 27 Jahren gestellt. Gegen sie wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Um den verletzten Igel kümmerte sich unterdessen der aufmerksame Anwohner.

+++ 8.47 Uhr: Erdbeben im Iran: Mindestens 5 Tote und mehr als 330 Verletzte +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,9 im Iran sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 330 verletzt worden. Das berichtete der staatliche Nachrichtensender IRINN unter Berufung auf das Gouverneursamt der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes.

+++ 7.23 Uhr: Proteste in Hongkong: Student stirbt nach Sturz von Parkhaus +++

Am Rande der Anti-Regierungsproteste in Hongkong ist ein Student nach einem Sturz von einem Parkhaus ums Leben gekommen. Wie die Hongkonger Krankenhaus-Behörde mitteilte, starb der 22-Jährige am Freitag an seinen schweren Verletzungen. Wie lokale Medien berichteten, war der Informatik-Stunden am Montag von einem Parkhaus gestürzt, in dessen Nähe es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen war. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er bis Freitag im Koma lag. Die genauen Umstände des Sturzes blieben unklar.

+++ 7.05 Uhr: Superreiche werden etwas ärmer: Konjunkturflaute trifft Milliardäre +++

Die schwächelnde Konjunktur sowie internationale Handelskonflikte machen auch den Reichsten der Reichen zu schaffen: Erstmals in fünf Jahren schrumpft das Gesamtvermögen der Milliardäre rund um den Globus - auch die deutsche High Society hat etwas weniger Geld in der Tasche. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden.

Das weltweite Gesamtvermögen der Milliardäre schrumpfte demnach 2018 um 4,3 Prozent auf 8,5 Billionen US-Dollar. Im Jahr zuvor hatte es mit 8,9 Billionen Dollar noch einen Rekord gegeben. Auch die Zahl der Superreichen sank von 2158 Männern und Frauen im Jahr 2017 auf nun 2101. So sind viele Superreiche Unternehmer und damit oft von Aufträgen ihrer Firmen abhängig, die unter der Konjunktureintrübung leiden.

In Deutschland - nach den USA und China das Land mit den meisten Milliardären der Welt - verkleinerte sich der Kreis der Superreichen um neun Mitglieder auf nun 114. Auch ihr Gesamtvermögen schrumpfte stärker als im internationalen Vergleich und betrug rund 501 Milliarden US-Dollar.

+++ 6.23 Uhr: Flugbegleiter-Streik: 414 Flugausfälle in Frankfurt +++

Am zweiten Tag des Flugbegleiterstreiks bei Lufthansa gibt es am Flughafen Frankfurt wieder zahlreiche Ausfälle. Am frühen Morgen seien 414 von 1362 Flügen annulliert worden, sagte ein Sprecher des Frankfurter Flughafens. Nach dem Sonderflugplan der Lufthansa sollen heute weltweit rund 600 Flüge ausfallen. Auch nach Streikende werden für Samstag zunächst noch einige Absagen erwartet, weil Maschinen und Crews nicht an den richtigen Einsatzorten sind. Am Donnerstag waren nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers 800 Flüge gestrichen worden. Insgesamt rechnete Lufthansa mit 180 000 betroffenen Passagieren während des 48-stündigen Ausstands.

+++ 6.11 Uhr: Erdbeben im Iran: Mindestens fünf Tote und mehr als 300 Verletzte +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,9 im Nordwesten des Irans sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 310 verletzt worden. Das berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf Behörden. Sie rechneten mit weiteren Opfern. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereigneten sich die Erdstöße am frühen Morgen rund 50 Kilometer nordöstlich von Hashtrud, einer Stadt in Richtung der Grenzen zu Armenien und Aserbaidschan. Das Innenministerium entsandte mehrere Rettungsteams in die Region. Erdbeben gibt es im Nordwesten des Irans und in der Osttürkei des Öfteren.

+++ 5.27 Uhr: Chinas Außenhandel geht im Oktober erneut zurück +++

Vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit den USA hat sich Chinas Außenhandel im Oktober erneut abgeschwächt. Die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft fielen im Vergleich zum Oktober des Vorjahres um 0,9 Prozent auf 212,9 Milliarden US-Dollar (192,7 Mrd. Euro). Die Importe gingen um 6,4 Prozent auf 170,1 Milliarden US-Dollar zurück. Das teilte die Zollbehörde in Peking mit. Beide Werte lagen allerdings über den Erwartungen von Analysten, die mit einem stärkeren Rückgang gerechnet hatten. 

Besonders deutlich fiel erneut das Minus im Handel mit den USA aus. Chinas Ausfuhren nach Amerika brachen im Oktober um 16,2 Prozent ein. Die Einfuhren gingen um 14,3 Prozent zurück.

+++ 4.57 Uhr: Student in Hongkong nach Sturz bei Protesten gestorben +++

Ein Student in Hongkong, der bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei von einem mehrstöckigen Parkhaus gestürzt war, ist gestorben. Bei Alex Chow sei der Tod festgestellt worden, teilte das Queen-Elizabeth-Hospital mit. Chow war am frühen Montagmorgen bewusstlos eingeliefert worden, nachdem es im Stadtteil Tseung Kwan O Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben hatte.

Der Student war bewusstlos in einer Blutlache gefunden worden. Er lag in einem Parkhaus, in das Polizisten Tränengas gefeuert hatten, nachdem Demonstranten von dem Gebäude aus Gegenstände herabgeworfen hatten. Wie genau es zu den Verletzungen Chows kam, ist unklar.

Drake beim Besuch eines Fußballspiels

Steigt ins Cannabis-Geschäft ein: Rapper Drake

AFP

+++ 4.30 Uhr: Rapper Drake startet eigene Cannabis-Marke +++

Der kanadische Rapper Drake startet seine eigene Cannabis-Marke - gemeinsam mit dem Produzenten Canopy Growth. Drake wird 60 Prozent der Anteile an dem Unternehmen More Life Growth Company halten, das in seiner Heimatstadt Toronto seinen Sitz haben wird, wie Canopy Growth mitteilte. Drake sprach von einem "wirklich aufregenden" Geschäft.

Cannabis ist in Kanada seit einem Jahr legal. Kritiker warnen vor gesundheitlichen Schäden durch den Cannabis-Konsum und eine Zunahme von Unfällen unter Drogeneinfluss.

+++ 2.21 Uhr: AfD-Fraktion provoziert Abbruch der Bundestags-Sitzung +++

Die AfD hat in der Nacht zum Freitag für ein vorzeitiges Ende der Bundestags-Sitzung gesorgt. Vor der abschließenden Entscheidung über eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zweifelte die AfD-Fraktion die Beschlussfähigkeit des Parlaments an und beantragte daraufhin eine namentliche Abstimmung.

Bei dieser Abstimmung gaben nur 133 Parlamentarier ihr Votum ab, womit die notwendige Zahl von 355 Abgeordneten verfehlt wurde. Streng genommen ist der Bundestag nämlich nur dann beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der 709 Abgeordneten anwesend ist - was zu dieser nächtlichen Stunde allerdings nie der Fall ist.

+++ 2.16 Uhr: Brasilianisches Gericht macht Weg für Freilassung von Lula frei +++

Der zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva könnte vorübergehend aus der Haft entlassen werden. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass in erster und zweiter Instanz verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfen. Damit machten die Richter den Weg frei für die Freilassung von Tausenden Verurteilten - darunter auch Lula. 

Wegen Korruption verbüßt der frühere Staatschef derzeit eine achtjährige Freiheitsstrafe. Er soll von einem Bauunternehmen die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen haben. Lula dementiert die Anschuldigungen und spricht von einer politischen Verschwörung gegen ihn.

+++ 1.35 Uhr: Bloomberg will sich offenbar für US-Präsidentschaftskandidatur bewerben +++

Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bereitet sich US-Medienberichten zufolge auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten vor. Mehrere Medien, darunter die Zeitung "New York Times", berichteten, der 77-Jährige werde in dieser Woche voraussichtlich in mindestens einem US-Bundesstaat die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen.

Im März hatte der Milliardär, der von 2001 bis 2013 Bürgermeister von New York war, eine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben, hieß es unter Berufung auf einen Berater. Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.

+++ 1.06 Uhr: Schon fast 40 Tote durch E-Zigaretten in den USA +++

Die Zahl der Toten nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA steigt weiter an. Neuen Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge starben bereits 39 Menschen. Die Opfer stammten demnach aus 24 US-Bundesstaaten. Auch die Zahl der Erkrankten nahm auf nun 2051 bestätigte Fälle zu. Vor einer Woche hatte die CDC noch von 37 Toten und 1888 Kranken berichtet.

Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC noch immer nicht geklärt. Zuletzt hatte es Hinweise gegeben, dass THC-Produkte eine Rolle spielen könnten. THC (Tetrahydrocannabinol) steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich.

+++ 0:50 Uhr: Mehrheit der Bundesbürger traut Merz am ehesten die Kanzlerkandidatur zu +++

Die Bundesbürger trauen dem ehemaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz einer Umfrage zufolge am ehesten die Kanzlerkandidatur zu. 42 Prozent der Befragten halten ihn für einen guten Kanzlerkandidaten, wie aus einer Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. 43 Prozent hingegen sind der Auffassung, er wäre kein guter Kanzlerkandidat. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer findet bei den Befragten die geringste Zustimmung: Nur 19 Prozent halten sie für eine gute Kandidatin.

kng / DPA / AFP