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Jackson-Prozess: Macaulay Culkin nimmt Jackson in Schutz

Im Zuge des Gerichtsverfahrens gegen Michael Jackson hat der frühere Kinderfilmstar Macaulay Culkin ausgesagt. Er wies die Vorwürfe gegen den Ex-Popstar als "absolut lächerlich" zurück.

Macaulay Culkin erklärte vor dem Gericht in Santa Klara, er sei nie von Michael Jackson belästigt worden und habe von den Gerüchten, dass er von Jackson belästigt worden sei, erst aus der Presse erfahren. Die Staatsanwaltschaft habe ihn dazu nie befragt. "Es ist einfach unglaublich, dass mich nie jemand gefragt hat, ob diese Berichte wahr sind", sagte Culkin, der als Zeuge der Verteidigung auftrat. Zeugen der Anklage hatten zuvor in dem Prozess ausgesagt, dass Culkin von Jackson unsittlich berührt worden sei. Die Staatsanwaltschaft wollte damit beweisen, dass Jackson häufiger Jungen sexuell belästigt habe. Jackson wird beschuldigt, einen Jungen im Frühjahr 2003 mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell misshandelt zu haben. Der inzwischen 24 Jahre alte Schauspieler Culkin wurde mit dem Film "Kevin - Allein zu Haus" ("Home alone") berühmt und war in den 90er Jahren oft an der Seite von Jackson zu sehen.

Jacksons Manager räumt Falschaussage ein

Der Manager von Michael Jacksons Neverland Ranch räumte tags zuvor im Kreuzverhör ein, entgegen früheren Angaben doch gewusst zu haben, dass Jackson das Bett mit Kindern teilte. Während einer Durchsuchung der Ranch im November 2003 hatte Joe Marcus erklärt, ihm sei nichts derartiges bekannt. Am Dienstag erklärte er, damals nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Der Tag damals sei chaotisch verlaufen, er sei von den Ereignissen überrollt worden, sagte Marcus, der seit 18 Jahren für den Popstar arbeitet. Die Verteidigung wollte mit Marcus’ Aussage den Vorwurf entkräften, der heute 15 Jahre alten Hauptbelastungszeugen und seine Angehörigen seien ihrer Freiheit beraubt worden. Der Manager der Neverland Ranch erklärte auch im Zeugenstand, es habe keine Anweisungen gegeben, die Familie gegen ihren Willen festzuhalten.

Staatsanwalt Gordon Auchincloss fragte Marcus am Dienstag auch, ob er gewusst habe, dass der Angeklagte nur für Erwachsene bestimmtes Material auf der Ranch aufbewahrt habe. Der Zeuge verneinte, räumte aber ein, dass auf Jacksons Schreibtisch Puppen standen. Er habe sie als "Kunstwerke" bezeichnet. "Glauben sie, es ist angemessen, dass Kinder so etwas sehen?" fragte Auchincloss. Marcus zögerte zunächst und antwortete dann leise mit Nein.

Tom Molloy/AP